M. M.

ohne Ortsangabe, 17.9.1954
Brief an Bruno Gröning
Abschrift (PDF)

 

Lieber guter Herr Gröning!

Bitte sind Sie mir nicht böse, wenn ich nach langen vier Jahren Ihnen erst heute meinen innigsten Dank ausspreche.

Mein Sohn Franz, der am 24. März 1938 geboren ist, hatte 1947 Typhus. Anschließend nach dieser schweren Krankheit litt er an schweren Herzanfällen. Kein Arzt, keine Tabletten halfen. Keine Spritzen konnten wir uns nicht entschließen, ihm zu geben. Da war mir mein Kind zu gut. Es war zum Verzweifeln; höchste Hilfe tat not.

Ein Arbeitskamerad meines Mannes, Herr Z., von G., deren Sohn Herzasthma hatte, durch eine Fernheilung von Ihnen, Herr Gröning, von seinem Leiden befreit wurde, gab den guten gemeinten Rat, auch mit unserem Sohne nach Gräfelfing zu fahren, bei Herrn Gröning Hilfe zu suchen. Das tat ich denn auch. Nur ein Besuch reichte aus; wir hatten das Kostbarste, das ein Mensch besitzen kann, die Gesundheit wieder erlangt.

Nur ein Gedanke beseelte uns zwei, Vater Gröning hilft. Und dem Himmel, dem Herrgott und Herrn Gröning sei Dank in alle Ewigkeit. Sie haben geholfen. Mein Sohn hatte in diesen vier Jahren keinen Rückfall mehr erlitten. Ich will Ihnen Untertan sein, Ihnen dienen, meine Wohnung ist Ihnen und Ihren Kranken ge-öffnet jederzeit. Es ist für mich die größte Ehre, Ihnen behilflich sein zu dürfen, Herr Gröning. Ich werde fleißig beten, dass Sie Ihr Ziel erreichen, als erster Arzt über dem Volke stehen. Dazu soll der Herrgott seinen Segen geben. Nochmals vergelt's Gott für die schnelle Hilfe.

Vergessen Sie meine Familie nicht ganz, wachen Sie bitte über unsere Gesundheit. Gottes Segen sei jederzeit über Ihnen. Seien Sie recht herzlich gegrüßt.

von Ihrer dankbaren Frau M. M.

                                                       

Quelle:
FREIE ARBEITSGEMEINSCHAFT BRUNO GRÖNING (Hrsg.): Das Tor zum Weg (Stephanskirchen bei Rosenheim 1960) Mai, S. 6