Hinweis

Dies ist eine Abschrift der stenografisch protokollierten Rede von Bruno Gröning, die er am Anfang September 1949 auf dem Traberhof bei Rosenheim gehalten hat.

Aufnahmen von Vorträgen Bruno Grönings mit seiner Originalstimme sind auf CD erhältlich und können unter folgender Internet-Adresse bestellt werden: www.bruno-groening-stiftung.org

Rede von Bruno Gröning, Rosenheim, Anfang September 1949

„Die Schmerzen sind andere …“

Die Schmerzen sind andere, es sind die so genannten Regelungsschmerzen, indem die kranken Stellen angesprochen sind und etwas schmerzen, aber nicht wie vorher. Diese Schmerzen müssen andere sein. Sie brauchen daher nicht glauben, dass ich Ihnen Ihre Schmerzen nicht abgenommen habe, sondern die Schmerzen, die Sie jetzt spüren, sind tatsächlich die so genannten Regelungsschmerzen. Fühlen Sie bitte nach und Sie werden es selbst feststellen.

Menschen, die steife Glieder haben, bitte ich, diese zu bewegen. Blinde bitte ich, die Augen einmal kurz zu schließen und zu beobachten, was in ihrem Köpfchen vor sich geht. Ich gebe Ihnen zu wissen, dass Sie, einer wie der andere, so wie Sie hier vor mir stehen, bereits angesprochen sind. Wenn der eine oder andere vielleicht glaubt, dass er hier an Ort und Stelle gleich die Heilung erhält, so ist er im Irrtum. Denn eine vollständige Heilung braucht auch ihre Regelung; je nach Größe der Krankheit, je nach Vielseitigkeit dieser Krankheit. Ich weiß aber ganz genau und kann es Ihnen jetzt schon sagen, dass Sie alle, soweit Sie eine Berechtigung auf eine Heilung haben, mir schon berichten werden, dass Sie tatsächlich in den Genuss dieser Heilung gelangt sind.

(Freudige Zurufe)

Ich habe gesagt: „Wer eine Berechtigung hat“. Ich gebe Ihnen zu wissen, wer eine Berechtigung hat. Eine Berechtigung hat der Mensch, der bereits den göttlichen Glauben in sich trägt und mit ihm gelebt hat. Eine Berechtigung hat ferner, wer den Glauben an unseren Herrgott, den Glauben an unseren himmlischen Vater verloren hat, aber jetzt wieder bereit ist, ihn wieder in sich aufzunehmen und ebenfalls bereit ist, mit ihm zu leben.

Wir Menschen alle sind ohne unseren Herrgott gar nichts; wir sind überhaupt nichts. Wir können uns unseren Herrgott nicht wegdenken. Wir alle sind und bleiben Kinder Gottes. Der einzige Vater, den wir haben, ist und bleibt unser Herrgott.

(Freudige Zurufe)

Der einzige Arzt aller Menschen auf dieser großen, göttlichen Erde ist und bleibt ebenfalls unser Herrgott.

Ich möchte nicht verfehlen, Ihnen das mit auf den Weg zu geben: Seien Sie einmal Egoist, denn umsonst ist dieses Wörtchen nicht entstanden. Egoist sollen Sie sein! Sie müssen es sein, um die Gesundheit, um eine Lebensberechtigung zu haben. Wer hat Ihnen das Leben gegeben? Nur allein der Herrgott und er will Ihnen die Gesundheit geben. Leben Sie mit ihm Ihr ganzes Leben lang.

(Großer Jubel; Menge singt: „Großer Gott wir loben dich“; Stimmen: „Wir bitten von ganzem Herzen, dass Sie in Deutschland bleiben!“)

Ich verspreche Ihnen allen, dass ich in Deutschland solange bleiben werde, bis ich hier auf deutschem Boden alles so eingerichtet habe, dass allen Menschen die mögliche Hilfe zuteil werden kann.

(Freudige Zurufe)

Ich habe Ihnen immer laufend zu wissen gegeben, dass ich keinen Menschen frage nach der Religion, nach der Nation, Denn wir Menschen alle, die wir hier auf dieser großen, göttlichen Erde leben dürfen, gehören zueinander.

Der Anfang, allen meinen Brüdern und Schwestern die reine göttliche Heilung zu geben, soll nun einmal auf deutschem Boden geschehen, und zwar deshalb, weil ich mich als Deutscher fühle und ein Deutscher bin wie Sie alle. Aber trotzdem dürfen wir keinen Unterschied machen Zwischen uns und unseren Nachbarn. Wir dürfen nicht vergessen, dass es unsere Mitmenschen sind. Wir sind alle gleich und sind und bleiben alle Kinder Gottes.

(Freudige Zurufe)

Ich habe, als man anfing, mich zu bekämpfen, den deutschen Menschen zu wissen gegeben, dass ich nichts unversucht lasse und allein den Kampf aufnehmen werde, Ihnen allen die Hilfe zuteil werden zu lassen; möge da kommen was da wolle! Ich gebe Ihnen auch zu wissen, dass ich Deutschland einmal verlassen muss, weil meine Pflicht es verlangt. Ich bekomme den Ruf „ich muss allen Menschen helfen“ und ich werde ihnen allen zu helfen wissen. Sobald ich diese Heilstätten in Deutschland errichtet habe, ist es nicht mehr notwendig, dass ich unter Ihnen weile. Überall, auch im Ausland, muss ich es allen Menschen zu wissen geben, worum es geht. Wir gehören nun einmal zusammen; auch die Menschen, die einem anderen Volke angehören, gehören zu uns. Liebet Euren Nächsten wie Euch selbst!

(Freudige Zurufe)

Und damit will ich dann auch gesagt haben, ganz kurz, dass damit auch der Weltfriede für alle Zeiten gesichert sein wird.

Ich hoffe, dass Sie mich in diesen kurzen Worten verstanden haben.

(Zurufe: „Ja, ja“)

Ich tue nur meine Pflicht und dieses geschieht alles im Namen Gottes.

(Zurufe)

Ich wünsche Ihnen von Herzen das Aller-Allerbeste, Ich wünsche Ihnen die beste Gesundheit. Seien Sie rein, machen Sie sich frei von aller Schmutzigkeit, beseitigen Sie den Satan aus Ihrem Leib, nehmen Sie den Herrgott in sich auf, lassen Sie den Herrgott in Ihrem Herzen wohnen und dann werden Sie Ihr Leben lang auch die Gesundheit erhalten.

(Große Freude unter den Menschen)

Ich weiß, wie es immer der Fall gewesen ist, dass der eine oder der andere um Hilfe gebeten hat für seine Angehörigen, für seinen bekannten und verwandten Kranken, dass auch diesem die Hilfe zuteil werden wird. Er muss das Bett hüten, er kann nicht gehen, er kann sich nicht fahren lassen, er schnappt nach Luft, er ruft nach dem Herrgott, er bittet um sein Leben, er bittet um Hilfe. Auch diesem Menschen soll die Hilfe zuteil werden.

(Freudige Zurufe)

Und nun bitte ich Sie, nicht missmutig nach Hause zu gehen. Beherzigen Sie diese wenigen Worte: Ich bin für die ganze Menschheit da. Ich muss meiner Pflicht genügen. Ich muss helfen. Das alles verlangt der Herrgott.

Und ich bitte Sie, so wie die Heilung sich in und an Ihrem Körper bemerkbar macht, mir dies zu bezeugen, dass dies Tatsache ist. Tausende und Abertausende von Anschriften sind bereits in meinem Besitz, die bezeugen, was ich bis jetzt an den Menschen Gutes getan habe.

Auch ich gebe Ihnen zu wissen, dass ich meinen größten Todfeinden, einem wie dem anderen, immer noch so gut bin, dass ich ihm immer noch das Allerbeste von Herzen wünsche.

Dass Menschen so schlecht sind, dafür können sie auf der anderen Seite nichts, weil der Satan in einzelnen schon gewühlt hat und nichts unversucht lässt, sich ihrer zu bemächtigen. Ich bitte Sie alle von ganzem Herzen: Machen Sie sich frei vom Schlechten, vom Satan. Er gehört nicht zu uns! Er gehört anderswo hin. Wir sind und bleiben Kinder Gottes.

Dr. Zetti:

Im Auftrag von Herrn Gröning soll ich Ihnen noch mitteilen, dass Sie jetzt beruhigt nach Hause gehen sollen und Ihren Mitmenschen mitteilen, dass vorerst niemand hierher kommen soll, sondern erst wieder, wenn Sie in der Presse oder im Rundfunk hören, wo und wie und wann Sie zu Herrn Gröning kommen können. Herr Gröning war, wie ich schon heute mitteilte, auf dem besten Wege, die Genehmigung zu erhalten.

(Freudige Zurufe)

Herr Gröning muss jetzt leider sofort wieder weg und es können daher keine Einzelempfänge oder dergleichen stattfinden.

Quelle: FREIE ARBEITSGEMEINSCHAFT BRUNO GRÖNING (Hrsg.): Das Tor zum Weg (Stephanskirchen bei Rosenheim 1969) Nr. Pfingsten, S. 14–17

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