Hinweis

Dies ist eine Abschrift eines stenografisch protokollierten Interviews von Bruno Gröning vom 24. September 1949. Die Schreibweise wurde den Regeln der aktuellen Rechtschreibung angepasst.

Aufnahmen von Vorträgen Bruno Grönings mit seiner Originalstimme sind auf CD erhältlich und können unter folgender Internet-Adresse bestellt werden: www.bruno-groening-stiftung.org

Gröning beantwortet den Presseleuten Hagen und Heuner zehn Fragen

Bruno Gröning, 24. September 1949

Halten Sie Ihren Grundplan (Heilstätten) trotz der inzwischen aufgetretenen Schwierigkeiten in absehbarer Zeit für durchführbar?

Gröning: Ich lasse nichts unversucht. Von meinem Plane gehe ich nicht ab.

Wo läge nach Ihrer Meinung die wesentlichste praktische Unterstützung für Sie?

Gröning: Auf privater Seite, vonseiten des bereits bestehenden Rings der Freunde und Förderer, und ich hoffe auf die Unterstützung vonseiten des Staates. Kurz gesagt, ein Volk hilft sich selbst.

Wie denken Sie sich eine Finanzierung der Heilstätten 1.) mit, 2.) ohne staatliche oder städtische Zuwendung.

Gröning: Zu 1.): Staatliche finanzielle Unterstützung wäre das Nützlichste. Der Staat wäre an sich verpflichtet, diesen Gedanken aufzunehmen und zu unterstützen. Auch die Krankenkassen und Versicherungen könnten zweckmäßigerweise zur eigenen Entlastung helfen.

Zu 2.): Sollte die Unterstützung von den unter 1.) angegebenen Stellen nicht für not- oder zweckmäßig gehalten werden, so greife ich zu den freiwilligen Spenden opferbereiter Nächstenliebe.

Gedenken Sie, alle infrage kommenden Objekte zuerst selbst zu besichtigen, ehe endgültige Entscheidungen fallen und ein Anfang in Fragen der Heilstätten gemacht werden kann?

Gröning: Ja. Sämtliche An- und Einweisungen gebe ich selbst.

Halten Sie eine verständnisvolle Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft nach Ihren bisherigen Erfahrungen für möglich?

Gröning: Ja. Wer den Weg zu mir findet, Menschen zu helfen und zu heilen, muss sich allerdings meiner Heilmethode unterstellen.

Wie viele Angebote ärztlicherseits zur Mitarbeit liegen vor?

Gröning: Einige hundert.

Werden Sie Rosenheim als Hauptquartier in Bayern beibehalten, ohne sich dabei auf Rosenheim bevorzugt einzustellen?

Gröning: Bevor die hierzu benötigte Raumfrage geklärt ist, kann ich zu dieser Frage vorerst keine Stellung nehmen.

Sehen Sie eine Möglichkeit, die Unterstützung der Behörden zu beschleunigen?

Gröning: Ich selbst tue nichts dazu. Ich hoffe und wünsche es, dass mir vonseiten der Regierung die Hilfe und Unterstützung entgegengebracht wird.

Wie hoch schätzen Sie selbst, prozentual ausgedrückt, Ihre Heilkraft und Heilfähigkeit ein?

Gröning: Ich schicke hier voraus, dass die Hilfe und die Heilung nur dem zuteil wird, der sich mit dem Herrgott verbunden fühlt und sich nie von dem Schlechten, Teuflischen beeinflussen lässt. Jeder erhält die Hilfe Gottes, soweit er es wert ist, dass ihm geholfen wird. Es liegt am Menschen selbst!

Gedenken Sie, außer dem bereits der Öffentlichkeit bekannten Stab von Mitarbeitern, weitere Personen zu ermächtigen, in Ihrem Auftrag zu sprechen oder zu handeln?

Gröning: Den Mitarbeiterstab werde ich den Erfordernissen entsprechend erst dann erweitern, so wie ich die Eignung der einzelnen Personen genau überprüft habe. Eine endgültige Vollmacht, in meinem Namen sprechen zu können, erteile ich nur dem, der in der Lage ist, selbstlos und gewissenhaft mir zur Seite zu stehen. Eine Vollmacht hat erst dann Gültigkeit, wenn sie von mir und meinem Anwalt, Herrn Dr. Rödel, München, unterzeichnet ist. Wer im Besitze einer solchen Vollmacht ist, kann in meinem Namen zeichnen.

Quelle: Archiv Bruno Gröning Stiftung

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