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Heilungsbericht: Gelenkrheumatismus

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Erika Bonnet, Frankfurt/Main, 6.61957
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Hinweis
Die Schreibweise wurde an die Richtlinien der aktuellen Rechtschreibung angepasst.


Von Beruf bin ich Tänzerin. Als Kind besuchte ich schon die Ballettschule. hatte 4 Jahre die Hochschule für Theater in Frankfurt am Main mit Erfolg absolviert, war anschließend an verschiedenen Theatern tätig und hatte bereits nach dem Kriege eine eigene Tanzgruppe.
Ich war 20 Jahre alt, als ich im Sommer 1948 an Gelenkrheumatismus erkrankte. Innerhalb weniger Tage war ich am ganzen Körper steif. Ein volles Jahr war ich gezwungen im Bett zuzubringen. Man transportierte mich unter furchtbaren Schmerzen von Krankenhaus zu Krankenhause, wo sich mehrere Fachärzte um mich bemühten. Meine Schmerzen ließen zwar aufgrund der Behandlung zeitweise nach (ich erhielt außerdem 7 Mill.-Einheiten Penicillin, worauf meine Arme wieder langsam beweglich wurden, während die Beine und Fußgelenke nach wie vor steif blieben. Leider wurde meine Gehfähigkeit für die Zukunft als aussichtslos beurteilt. Daraufhin fasste ich den Entschluss, zu Gröning zu fahren.

Ich hatte von Grönings Heilerfolgen während meines Krankenhausaufenthaltes in verschiedenen Illustrierten und Zeitungen gelesen und bei dieser Gelegenheit seine Anschrift erfahren. Sofort wandte ich mich mehrere Male schriftlich an ihn und bekam dann auch eine Antwort, dass ich unter dem Zeichen „T 17“ in München, Nicolaiplatz, vorsprechen sollte. An Stöcken und in Begleitung – unter furchtbaren Schmerzen – machte ich mich auf den Weg. Es war im Jahre 1950, als der Ansturm von Kranken sehr groß war.

Vor dem Hause waren viele Hilfesuchende versammelt. Aufgrund meiner schriftlichen Zusage gewährte man mir Zutritt.

Dicht gedrängt in einem Raum saßen nun alle Kranken und Gebrechlichen. Jeder erhielt nun eine Stanniolkugel, auf welche wir uns voll und ganz konzentrieren sollten. Gröning sprach zu allen, dass man nicht an seine Krankheit denken sollte, sondern sich vollkommen umstellen, an Gott glauben und IHM vertrauen müsse. Seine Worte strahlten eine wohltuende Ruhe aus, sodass man völlig unverkrampft seiner Ansprache lauschte.

Schon nach wenigen Minuten machte sich aufgrund der Kugel, welche ich in der Hand behielt, ein sonderbares Hitzegefühl bemerkbar. Ich spürte einen warmen Strom im Körper, welchen ich hauptsächlich an den kranken Gelenken als angenehm empfand. Die Reaktion hielt im Hinterkopf ganz besonders stark an. Das ziehende Gefühl strahlte bis zu den Halswirbeln aus.

Durch meine Unruhe aufmerksam geworden, kam Herr Gröning auf mich zu und versicherte mir, dass ich seine Strahlen wunderbar aufnehmen würde und dass es besonders gut sei, wenn der Hinterkopf schwer würde. Er gab mir seine Hand, worauf ich die meine sofort wieder zurückzog, da mich in diesem Moment wie ein elektrischer Schlag traf. Es ist nicht zu schildern, was in meinem Körper passierte.

Nachdem er nun seine Rede an alle Kranken beendet hatte, ließ er mich aufgrund meiner starken Reaktion zu sich bitten. Bewaffnet mit meinen Stöcken und an Grönings Arm gingen wir in einen Nebenraum, in welchem verschiedene Damen und Herren mit Stenogramm-Blöcken saßen. In Grönings hohem Sessel durfte ich Platz nehmen. Selbst dieser Sessel hatte etwas Eigenartiges an sich, denn von diesem Zeitpunkt an, musste ich mich unentwegt am ganzen Körper jucken. Gröning konzentrierte sich nun intensiv auf mich. Das Gefühl, als sei ein elektrischer Strom dauernd am Werk, wurde immer stärker. Mein linkes Fußgelenk wurde kochend heiß und Gröning bat mich, nun langsames Fußkreisen zu versuchen. Ich schrie im Moment auf, denn ich konnte es noch nicht fassen, keine Schmerzen mehr zu haben und dieses vorher versteifte Fußgelenk wieder bewegen zu können. Mir wurde klar, dass geheime Kräfte walten, denn meine Unruhe hielt weiter an. Gröning widmete sich währenddessen weiter meinem kranken Kniegelenk und erklärte mir, jetzt würde er mir eine Gedankenspritze verabreichen. Mir persönlich waren diese „Spritzen“ völlig neu. Er schloss seine Augen, nahm meine rechte Hand und seine linke Hand berührte mein rechtes steifes Kniegelenk. Was jetzt geschah, war so eigenartig, dass ich mein Gefühl nur in Form eines Beispiels vergleichen konnte. Es war so, als hätte man Sprudel in das kranke Gelenk geschüttet und derselbe nun zur Kniescheibe hochperlen wollte.

Gröning lächelte über diese drollige Erklärung, denn ein Reflex dieser Art konnte nur von Vorteil sein. Er hielt mich nun an meinen Armen fest, und ich versuchte erstmalig, natürlich mit seiner Unterstützung, jedoch ohne Stöcke, mit mir einen Gehversuch zu machen. Impulsartig setzte ich einen Fuß vor den anderen und konnte unbeschwert immer eine Kleinigkeit schneller im Raume laufen. Ich balancierte sodann alleine zur Überraschung aller Anwesenden. Gröning sagte mir, meine Stöcke könnte ich jetzt wegwerfen, ich sei geheilt.

Auf meine Frage, was ich ihm für seine Behandlung schuldig sei, gab er mir zur Antwort: „Danken Sie nicht mir, sondern danken Sie Gott!“

Gleichzeitig bat er mich, die von ihm angesprochene Stanniolkugel nachts unter das Kopfkissen zu lesen, da der Körper im Unterbewusstsein die Kraft noch mehr aufnehmen würde, die Kugel selbst aber nie ihre Kraft verlieren könnte.

Meine Stöcke konnte ich nun als Andenken mitnehmen.

Gröning bat mich noch, wenn ich abends bei meinen Bekannten in München zu Bett ging, mich nochmals gegen 23 Uhr auf ihn zu konzentrieren, da er sich durch Fernheilung nochmals mit mir beschäftigen würde. Genau um die gleiche Zeit kam die vorausgesagte Reaktion.

Mehrere Tage blieb ich noch in München und besuchte nochmals, vor meiner Abreise nach Frankfurt/Main, Herrn Gröning, da er mit mir einen neuen Heilungsversuch, also den ersten Versuch mit einer Dose – der Form einer Brotdose gleich – welche bis an den Rand mit Stanniolkugeln gefüllt war – machen wollte. Es interessierte ihn, festzustellen, ob durch diese Behandlungsweise für andere Kranken eine schnellere Ansprechung möglich sei.

Mit beiden Händen musste ich diese Dose an beiden Enden festhalten – noch heute bin ich in Besitz dieser Dose – während er den Raum verließ. Bedingt durch die vielen Stanniolkugeln, welche unter Verschluss dieser Dose lagen, strömte eine so starke Kraft aus, dass es mich fast zu Boden zog. Von Kribbeln, Juckreiz und Hitzegefühlen ganz zu schweigen. Nach einigen Minuten erkundigte er sich nach meinem Befinden, worauf er mir sagte, dass er künftig den Kranken, die zu ihm kommen, diese Dose, anstatt nur der einen Kugel in die Hände geben würde. Er hielt mich als Medium besonders geeignet. Ich bin überzeugt, dass durch diese Dose vielen Menschen geholfen wurde.

Eines gab er mir noch mit auf den Weg, indem er sagte:

„Halten Sie sich nie im Kreise ungläubiger Menschen auf, denn das hindert ihren Heilungsprozess!“

Außerdem erhielt ich noch ein Buch „Die Große Umkehr“ von Dr. Kurt Trampler, welchen ich ebenfalls bei meinem Aufenthalt in München sprechen konnte. Er bestätigte mir, Gröning habe auch ihm durch Heilung geholfen.

Meine Rückkehr in Frankfurt/Main (Mörfelden) erregte großes Aufsehen, sodass mein Hausarzt selbst verwundert den Kopf schüttelte, als er mich ohne Stöcke laufen sah!

1955 besuchte ich Gröning in Plochingen auf dem Stumpenhof, um ihn zu zeigen, dass ich auch nach 5 Jahren keinen Rückfall erlitten hatte, worauf er lächelte und mir erklärte: „Es gibt keinen Rückfall, wenn man einen tiefen Glauben hat. Man sollte nichts VERLANGEN, sondern ERLANGEN.

Er gab mir ein aus Stanniol gebogenes Hufeisen mit, welches ich nachts auf mein Knie legen sollte, damit die Kraft durch die beiden Pole direkt in den Gelenkspalt einziehen kann und somit die Beweglichkeit gefördert wird. Meine vor 5 Jahren erhaltene Stanniolkugel zeigte ich ihm und er freute sich, dass ich dieselbe immer bei mir trage. Eine weitere Kugel schenkte er mir, diesmal allerdings mit einer Metallhülle, versehen mit einem Kreuz und seinem Kopf. Dieselbe ist mein ständiger Begleiter, als sogenannter Talisman.

Niemanden kann ich sagen, wie glücklich ich bin, dass mir Gröning die Kraft durch Gott gegeben hat, wieder schmerzfrei und ohne Stöcke laufen zu können.



Quelle:
Archiv Bruno Gröning Stiftung