Heilungsbericht: Angstpsychose

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Josepha Maria Dengler
ohne Ortsangabe, 16.9.1949
Brief an Bruno Gröning


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Handschriftliches Original (PDF)

 

Hinweis
Die Schreibweise wurde an die Richtlinien der aktuellen Rechtschreibung angepasst.


Sehr geehrter Herr Gröning!

Aus übervollem Herzen danke ich Ihnen für meine Heilung, die ich gestern durch Sie erleben durfte. Was Sie an Wunderbarem durch die göttliche Kraft in Ihnen durch Ihre Heilungen bewirkt haben, ist das größte und ergreifendste Erleben meines Lebens und wird es bleiben, solange ich lebe.

Und nun von meinem Leiden zu sprechen, von dem Sie mich befreit haben, sage ich Ihnen, dass ich ein bitteres Leid in mir trug. Es handelt sich um eine Angstpsychose, die mir mein bisheriges Leben zur Qual machte. Während ich Ihnen dieses Bekenntnis mitteilte weiß ich eigentlich, dass es vollkommen überflüssig ist, denn Sie wissen ohnedies mein Leiden, das ich gehabt habe und noch all das, was ich in diesen Zeilen nicht erwähne, aber Ihnen sagen würde, wenn ich Sie persönlich sprechen könnte.

Als Ich zum ersten Mal in der Zeitschrift „Stern“ durch die Heilungen des kleinen Hülsmann und Verschiedener auf Sie aufmerksam wurde, war ich nur von dem einzigen Wunsch beseelt, zu Ihnen zu gelangen. Meine finanziellen Mittel haben mir jedoch eine derartige Reise nicht gestattet. Nun ist mir etwas Seltsames geschehen. Der Mann einer lieben Bekannten von mir, der an einer Herzerkrankung leidet, bittet mich, zu Ihnen zu fahren, um eine Fernheilung zu erwirken. Frau X kommt zu mir und bietet mir hierzu die Finanzierung der Reise und des Aufenthaltes an. So kam ich zu Ihnen und wurde geheilt.

Ich trage in mir die Gewissheit, dass ich Sie in nicht zu ferner Zeit, lieber Herr Gröning, persönlich sprechen werde, und ich spreche eine Bitte aus: dass Sie meinen Namen vorläufig nicht erwähnen, bis ich Sie gesprochen habe. Es ist dies von mir keine Feigheit – Sie wissen meine Gründe.

Sie weisen der medizinischen Wissenschaft neue Wege, zum Heilen der Menschheit. Mancher Arzt wird sich der Worte Paracelsus erinnern:

„Im Herzen wohnt der Arzt, aus Gott geht er hervor, des natürlichen Lichtes ist er und die größte Gabe der Arznei ist die Liebe“.

Ich schließe mit nochmals innigstem Dank mit den tiefsten Segenswünschen für Sie als den größten und gütigsten Menschen.

Josepha Maria Dengler

 

Quelle:
Archiv Bruno Gröning Stiftung