Die Kraft Gottes überwand die Materie

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Anny Freiin Ebner von Eschenbach, 1960
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Bruno Gröning sprach öfter davon, dass das Heilen nur einen bestimmten Prozentsatz der göttlichen Kraft bei ihm darstelle, er habe im Verborgenen noch ganz andere Aufgaben zu erfüllen.

Aus diesem Grund will ich hier einiges wiedergeben, das zeigt, dass er nicht nur die feste Materie des menschlichen Körpers überwinden konnte, sondern dass die durch ihn hindurchfließende Kraft auch die Materie der Technik beherrschte. Als ich mit ihm darüber sprach, sagte er: „Der göttlichen Kraft oder wie ihr sagt, dem göttlichen Strom untersteht alle Materie; sie kann jeden Motor zum Stehen bringen und somit auch jedes Flugzeug abstellen oder jedes Auto und auch aus jedem Autoreifen die Luft herausnehmen. Doch nur als kurzes Experiment zum Beweis der Macht der göttlichen Kraft zeige ich dies, denn meine Aufgabe ist Heilen!“

Eine kleine Gesellschaft saß nach einem Vortrag von Bruno Gröning in einem Nebenzimmer des Fremdenheims in Gräfelfing. Da läutete das Telefon und Herr Dr. Trampler ging hin. Wir saßen ungefähr 5 Meter entfernt an einem kleinen Tischchen zusammen mit Bruno Gröning. Die weibliche Stimme im Telefon sprach sehr laut und sie hörte nicht auf, zu sprechen. Herr Dr. Trampler war schon ganz ungeduldig. Da machte ihm Bruno Gröning ein Zeichen, den Hörer aufzulegen und zum Tisch zurückzukommen. Er tat so und als er zum Tisch zurückkam, sprach die laute Stimme im Telefon weiter, sodass man von der Entfernung aus jedes Wort verstand. Dr. Trampler sah Bruno Gröning fragend an und dachte zuerst, er hätte den Hörer nicht richtig aufgelegt, doch Bruno Gröning sagte einfach: „Man muss eben den Widerstand aufheben.“ Als aber die Stimme im Telefon keine Antwort mehr erhielt, hörten wir noch, wie sie rief: „Warum antworten Sie nicht, sind Sie noch da?“ Und sie hängte ein. Bruno Gröning sagte darauf, dass die Menschen doch so oft den anderen die Zeit stehlen wollen mit Gequatsche.

Bei der Gründung des Gröning-Bundes in Murnau wollte eine Pressefotografin Bruno Gröning während seiner Ansprache mit Blitzlicht aufnehmen. Sie stellte sich dicht davor auf und knipste los, aber das Blitzlicht ging nicht an. Sie versuchte es nochmals, doch wieder zündete das Blitzlicht nicht an. Nun begab sie sich mit dem Apparat in ein anderes Zimmer, welches durch ein großes Fenster vom Versammlungsraum getrennt war. Durch dasselbe konnten einige Freunde und ich beobachten, wie sie ihr Blitzlicht probierte und siehe, es leuchtete hell auf. Daraufhin kam sie wieder in den Vortragsraum herein, stellte sich erneut vor dem sprechenden Bruno Gröning auf und drückte los. Aber vergebens. Noch einmal probierte sie es, und als es wieder nicht klappte, bekam sie einen ärgerlichen roten Kopf und ging wieder in den Nebenraum. Dort funktionierte das Blitzlicht. Als sie zurückkam, hatte Bruno Gröning seine Ansprache beendet. Wir konnten uns dieses Versagen soweit erklären, dass Bruno Gröning nicht wünschte, dass von ihm eine Aufnahme in der Zeitung erschien, die er nicht selbst bestimmt hat. Dasselbe ereignete sich bei einem Treffen der Gemeinschaftsleiter in Plochingen; auch hier arbeiteten die Apparate solange nicht, bis es Bruno Gröning erlaubte.

Ein Journalist erzählte mir Folgendes: Er kam mit einem kleinen Riss in der Hose in die Redaktion und hatte keine Zeit mehr, nach Hause zu fahren. Deshalb bat er eine Angestellte, ihm doch diesen Riss etwas zuzunähen. Er ging in die anstoßende Dunkelkammer, entleerte seine Hosentaschen und legte alles auf einen Stoß Pakete mit Kopierpapier. Unter seinen Sachen war auch ein Feuerzeug, welches er kurz vorher von Bruno Gröning geschenkt bekommen hatte. Er reichte seine Hose nun durch die Tür dem Fräulein, die sie ihm in einigen Minuten geflickt zurückgab. Er steckte alles wieder in die Taschen und ging weg. Einige Tage danach, als er wieder in die Redaktion kam, erzählte ihm der Pressefotograf, dass alle seine Bilder, die er in letzter Zeit kopierte, mittendrin einen großen viereckigen Fleck aufwiesen. Zuerst dachte er, dass das obenauf liegende Kopierpapier beschädigt sei und nahm von dem untersten ungefähr einen halben Meter tiefer liegenden Papier heraus; doch auch hier dasselbe. Er konnte sich das gar nicht erklären, weil überall derselbe Fleck erschien und auch nicht wegzuretuschieren war. Der Journalist ließ sich eines der Bilder zeigen und erkannte sofort in dem Fleck die Form des Feuerzeuges, das er von Bruno Gröning erhalten hatte und das er auf den Stoß Kopierpapier gelegt hatte. Das war ein deutlicher Beweis für ihn und für den Fotografen, dass „angesprochene“ Dinge, das heißt, alles, was Bruno Gröning in die Hand nahm, mit dem göttlichen Strom aufgeladen worden sind und Licht ausstrahlten. Daher hatte sich also das Feuerzeug in seiner Form selbst auf das Papier belichtet.

Bei einem Vortrag in Rosenheim befand sich ein großer Radioapparat im Raum, welcher jedoch ausgeschaltet wurde, bevor Bruno Gröning mit dem Vortrag begann. Während er sprach, legte er seine Hand auf den Apparat und plötzlich erscholl aus ihm leise Musik. Bruno Gröning sprach ruhig weiter, nahm die Hand wieder weg und die Musik verstummte. Neben mir saß Professor H., der diesen Vorgang beobachtete und vor Staunen buchstäblich den Mund offen ließ. Er frug mich, ob wohl jemand das Radio eingeschaltet hätte. Ich machte ihn darauf aufmerksam, dass doch der Stecker bereits herausgezogen worden war, bevor noch Bruno Gröning den Raum betreten hatte.

Während eines Besuches meinerseits in Grafrath blieb plötzlich mein kleiner Reisewecker stehen, trotzdem er voll aufgezogen war und immer tadellos die Zeit angab. Ich versuchte alles, denn ich wollte am anderen Morgen um 6 Uhr aufstehen, um den Zug nach München zu erreichen. Ich ging mit meinem Wecker zu Bruno Gröning ins Zimmer und sagte: „Bruno, auf einmal bleibt mein Wecker stehen und ich weiß nicht, was er hat; ich habe alles probiert. Wie soll ich morgen früh den Zug erreichen, ohne euch zu stören?“ Bruno ließ sich den Wecker geben und behielt ihn einige Sekunden in der Hand, gab ihn mir dann zurück und meinte: „Jetzt wird er dich sicher wecken!“ Und tatsächlich, er tickte wieder, als wenn nie etwas an ihm gewesen wäre.

In München berichtete mir der Leiter des Tonstudios, dass er dabei gewesen war, als der Bayerische Rundfunk eine Tonbandaufnahme von Bruno Gröning machte. Alles war bereitet, und als Bruno Gröning sprechen sollte, frug er zuerst, ob auch alles in Ordnung sei. Die Techniker bejahten es. Doch als angefangen werden sollte, ging das Tonbandgerät nicht. Aufgeregt suchten die Techniker nach dem Fehler und wechselten das Gerät aus, da es einfach nicht funktionieren wollte. Doch auch dieses schien gestört, trotzdem der Toningenieur nun selbst alles überwachte. Bruno Gröning saß ruhig in einer Ecke und sah zu. Nach einer guten halben Stunde, in welcher ständig an dem Gerät herumgesucht wurde und sich niemand erklären konnte, warum jedes Mal die Aufnahme versagte, wollte man endlich die Aufnahme einstellen. Da berührte Bruno Gröning das Gerät – und die Aufnahme konnte gemacht werden …

 

Quelle:
Josette Gröning (Hrsg.): Der geistig-seelische Heiler (Denkendorf bei Plochingen/Neckar 1960) Nr. 9, S. 144-146