Die Stimme der Gemeinschaft

Bruno Gröning, Februar 1955
Abschrift (PDF)

Meine lieben Freunde!

Von Monat zu Monat wächst nicht nur die Zahl der Gemeinschaften, sondern auch die Freundeskreise selbst erweitern sich stellenweise recht erheblich. Immer mehr Menschen suchen eine Kontaktnahme mit mir, sei es, weil ihr eigener Erkenntnis-und Erfahrungsweg sie zu aktiver Mitwirkung und Förderung heranführt, sei es, um durch Aufnahme des von mir verkündeten und von unseren Gemeinschaften getragenen Erkenntnisgutes innere Stärkung und Wiederherstellung des seelisch-geistigen Gleichgewichtes zu erlangen.

Eine zwangsläufige Folge dieses Wachstums ist es nun, dass die zeitlichen Span-nen meiner Besuche bei den einzelnen Gemeinschaften und Gruppen größer werden. Das bedeutet nun keineswegs etwa eine Verminderung der inneren Aktivität, im Gegenteil: Dies verpflichtet insbesondere die verantwortlichen Gemeinschaftsführungen dazu, aus sich heraus nach besten Kräften zu arbeiten dass unser Erkenntnisgut nicht in der Theorie versandet, sondern in der Praxis zur bestmöglichen Auswirkung gelangt.

Viele meiner Freunde wissen es längst, dass meine physische Anwesenheit durchaus nicht immer erforderlich ist, um bestimmte Erfolge zu ermöglichen. So kann die Zeit zwischen meinen Besuchen und Vorträgen in den Freundeskreisen nutzbringend verwendet werden, um in Erläuterungen, Aussprachen, Erfahrungsaustausch und schließlich (und hauptsächlich) in der Übung zur Entwicklung und Aufnahme der Lebensenergien (Energieströmung) dem einzelnen suchenden Freund zu dienen. So, wie die Betriebsamkeit, das Zusammengehörigkeitsgefühl und der „innere Geist“ einer Gesellschaft vorwiegend von der Persönlichkeit ihrer Führung bestimmt werden, so können auch zwischenzeitlich durchaus sichtbare und überzeugende Erfolge angebahnt oder sogar  spontan  herbeigeführt werden!

Es ist wohl meine Absicht, alle Gemeinschaftsführungen einmal zu einer Art Schulung und zu unmittelbarem Erfahrungsaustausch zusammenzuführen. Bis dies jedoch verwirklicht werden kann, soll die in zwangloser Folge erscheinende „STIMME DER GEMEINSCHAFT“ eine entsprechende Vorbereitung dazu sein.

Da ich mit allen Gemeinschaften und Gruppen unmittelbaren Kontakt habe und überall eigene Eindrücke gewinnen konnte, so weiß es niemand besser als ich zu ermessen und zu beurteilen, wo hier oder dort der Schuh drückt und wie verschie-denartig nach Landschaft, Menschenart und in der Sozialschichtung die einzelnen Freundeskreise aufgebaut und ausgerichtet sind, wobei die religiöse Umwelt und die glaubensmäßige Einstellung innerhalb der Gemeinschaften oft eine hervorragende Rolle in ihrer inneren Verfassung spielen. So führt jede Gemeinschaft ihr Eigenleben.

Dennoch vermag ein reger Erfahrungsaustausch fruchtbare und fördernde Auswirkungen herbeizuführen, und ich werde daher aus den mir zugegangenen Berichten diejenigen Teile herausnehmen, die sich ganz besonders für eine Allgemeinauswertung eignen. Neben den positiven Mitteilungen werde ich selbstverständlich auch kritische Äußerungen weitergeben, weil auch in ihnen stets die Anregung zum Anders- und Bessermachen liegen wird.

Mit der jetzigen ersten Ausgabe bitte ich gleichzeitig die Gemeinschaftsführungen, mir von Zeit zu Zeit und nur dann, wenn wirklich „etwas zu sagen“ ist, in Berichts-form mitzuteilen, was sich bei ihnen ereignet und wie sie ihre Tätigkeit gestalten. Ich verbinde damit die Bitte, für mein Archiv von Fall zu Fall Zeitungsausschnitte einzusenden (genaue Angabe des Namens und des Datums der Zeitung/Zeitschrift), die sich mit folgenden Themen befassen:

a)    pro und contra Gröning,
b)    über Wunderheilungen, geistige Heilungen,
c)    über Prozesse gegen sog. „Wunderdoktoren“,
d)    Heilpraktiker, Ärzte und dgl. m.,
e)    Artikel über neue Heilmethoden und Heilmittel,
f)    Notizen über sonderbare Vorkommnisse.

Anschrift: GRÖNING-ARCHIV …


Und nun folgen die ersten Auszüge:

Essen 11.1.1955:
„… dürfen wir Sie nun bitten, Herrn Gröning die herzlichsten Grüße auszu-richten und ihm zu sagen, wie sehr es uns freut, dass wir an diesem großen Werke, soweit es in unserer Kraft steht, mitarbeiten dürfen …“


LINDAU/Bodensee – 16.1.1955:
„Die Wunderheilungen habe ich zum Teil in Herford (1949) selbst miterleben dürfen! Wie schön: Wir arbeiten gemeinsam am großen Werk Grönings und sorgen dafür, dass es sich durchsetzt. Von Herzen: Ja!! Vorerst muss ich noch bitten: Schaffe mir, Gott, ein reines Herz, und gib mit einen neuen gewissen Geist.“


NORTHEIM/Hann. – 12.1.1955:
„ … Ja: ,Lieben und Dienen? (aus der Botschaft zum Jahreswechsel 54/55 ), das ist Bruno Grönings Leben, und gesegnet sind alle, die ihm bei seinem großen Liebesdienst helfen und um ihn sein dürfen.
… ein großes Wohnzimmer steht für den Vortrag zur Verfügung …“


SPRINGE/ Deister – 13.1.1955:
„Die uns übersandten BOTSCHAFTEN 1954/55 haben wir auf dem letzten Gemeinschaftsabend verteilt. Die Anwesenden waren von dem inhaltsvollen Abend sehr ergriffen, und die BOTSCHAFTEN bildeten für alle einen wun-derbaren Abschluss. – Hier funktioniert alles bestens. – Familie S. aus E. bei Hann, war zu unserer Adventsfeier zu Gast. Sie war über die Art und die Innigkeit innerhalb unserer Gemeinschaft sehr beeindruckt. Es ist nun deren Wunsch, dass auch wir einmal ihre Gäste sein möchten.
Sie sehen, wie allmählich unter den benachbarten Ortschaften sich eine Verbindung anbahnt …“


E. b. HANNOVER –11.12.1954:
„Am 7. d. M. waren wir bei der Gem. Springe zu Gast und haben dort einen Gemeinschaftsabend, welcher mit einer wunderbaren Adventsfeier verbunden war, miterlebt. Es war einfach wundervoll dort und ist mit Worten nicht zu schildern. Ich freue mich außerordentlich darüber, dass wir nun mit Springe in enger Verbindung stehen: denn diese hiesige kleine OGem . kann von der
großen Springe OGem. viel Kraft schöpfen …“


HAMELN/Weser – 5.1.1955:
„Es ist doch eine wunderbare Zusammengehörigkeit zwischen den Gemein-schaftsfreunden – sich bei uns ,zu Hause? fühlen …, wie es für uns alle immer wieder etwas Großes ist, wenn unser lieber Herr Gröning bei uns sein kann.“


MENGEN /Wttbg. – 25.1.1955:
„Vor allem aber möchte ich ganz allerherzlichst und innig für die herrliche BOTSCHAFT 1954/55 danken – was haben Sie uns damit für eine übergroße Freude gemacht!
Ja, dieses Schriftstück wird ein Kleinod für mein ganzes Leben für mich bleiben.“


Kreis HUSUM – 15.1.1955:
„Am 8.1.55 hatten wir unser erstes Treffen im neuen Jahr. Insgesamt hatten sich ungefähr 360 Freunde eingefunden. Das Interesse für unsere Sache nimmt hier so gewaltig zu, dass wir selbst im großen Saal die Menschen räumlich nicht mehr fassen können.
Auch die Posteingänge häufen sich nur so …(Über die BOTSCHAFTEN 1954/55): Interessant war dabei, dass viele Freunde, die zum 1. Mal da waren und keine Kugeln besaßen, sehr gute Reaktionen feststellen konnten, nachdem sie auf mein Anraten die Hand auf die Unterschrift Herrn Grönings legten. Sogar einige Spontanerfolge durften wir erleben …“


Aus ÖSTERREICH – Hb-…:
„Grönings Können wird manchmal zu wissenschaftlich nüchtern erklärt, da doch nur der Glaube die Verbindung zu seiner Kraft herstellt und nur durch diesen die Auslösung seiner Wundergaben hervorruft. Was nützen uns Erklärungen über ,Erdstrahlen?? Wie viel ungläubige Satanskinder werden nie Grönings Strahlen spüren dürfen?! – Das Buch „Die Wunderheilungen des Bruno Gröning“ ist deshalb so ausgezeichnet, weil man Herrn Gröning so erlebt, wie er ist. In diesem Augenblick ist er einfach da. Dieses Buch ist so menschlich und daher sehr ansprechend – ich bin begeistert! – Meine Gemeinschaften enthalten überall einen Grundstock von guten gläubigen Menschen, die schon sehr viel Hilfe erhalten haben, ohne Bruno Gröning bisher persönlich gesehen zu haben.
Andere wieder fallen ab wie Spreu vom Weizen – und das ist gut so. Es Ist besser, weniger – dann ist verlässlich zu arbeiten …“


Diese erste kleine Auswahl aus einer Vielzahl von Berichtsbriefen, meine lieben Freunde, mag vorerst genügen; eine zweite Zusammenstellung werde ich wohl schon bald herausbringen.

Teilt mir Eure Einstellung hierzu mit. Seid herzlich gegrüßt in stetiger geistiger Verbundenheit!

Euer

Bruno Gröning

Quelle:
Archiv Bruno Gröning Stiftung