Erfolgs- und Erlebnisbericht

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Grete Häusler, Schildgen, 24.7.1974
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Am 28. August 1950 begegnete ich das erste Mal Bruno Gröning. Es war in München Schwabing, Nicolaiplatz, in der Wohnung von Heilpraktiker Eugen Enderlin.

Ich führte meine Freundin, die erblindet war und ein mir bekanntes Mädchen aus Niederösterreich, das blind war, als Begleitperson in das Haus Enderlin. Mich inte-ressierte das Geschehen um Bruno Gröning auch sehr, aber, wie ich damals meinte, um den Schwindel zu entdecken.

Als ich mir den Einführungsvortrag des Herrn Enderlin anhörte, fand ich nichts Schlechtes, nur sehr viel Neues. Als ich zwei Stunden, bevor Bruno Gröning selbst erschien, in meinem Körper so eigenartige, mir bis dahin fremden Gefühle spürte und Schmerzen aufkamen, so war ich gezwungen, die ganze Sache ernst zu nehmen. Denn selbst gesund werden zu können, dieser Gedanke war mir bis dahin gar nicht gekommen, wäre ja wirklich einmalig. Trotz aller Skepsis verfolgte ich den Vortrag mit Interesse und erkannte, dass das alles weder Schwindel noch Betrug, keine Hypnose und keine Suggestion war, sondern, dass hier Menschen in bitterster Not, und in der befand auch ich mich, aufgerufen werden, zu Gott zurückzukehren, um bittend würdig zu werden, seine Hilfe und Heilung zu empfangen.

Als Bruno Gröning vor uns stand, wusste ich in einigen Augenblicken, dass dieser Mann mehr weiß und kann als alle jetzt lebenden Menschen. So wuchs mein Glaube, dass auch ich hier das bekommen kann, was mich im Leben noch einmal glücklich machen kann.

Als Herr Gröning uns aufrief, den Abstieg am Leidensweg, der hinunterführt, abzu-brechen, umzukehren und nach aufwärts zu gehen über die große Kluft, die zwi-schen den Menschen und Gott sich auftut, drüberzugehen, weil er die Brücke gebaut hat und ihm zu folgen auf dem göttlichen Weg, der nach oben führt, wo es keine Krankheit, kein Unglück mehr gäbe, denn der Weg führt zu Gott, da sagte ich innerlich: "Ja, das möchte ich auch."

Als Herr Gröning ernst, aber unmissverständlich sagte, "Geben Sie mir Ihre Krank-heit, geben Sie mir Ihre Sorgen, Sie werden nicht fertig damit!", sagte ich zu mir: "Was ist das für ein Mann, wie kann er das sagen? Wer ist er? Ja, das will ich tun. Ich will meine Krankheit und meine ganzen Sorgen ihm jetzt geben, aber wie tut man das?" Wie ein Kind dachte ich mir: "Da hast du alles, ich will es nicht mehr."

So erlebte ich eine Spontanheilung. Am Ende des Beisammenseins fielen alle Schmerzen und Gefühle ab von mir, und ich stand da, frei und glücklich – das war unbeschreiblich. Durch dieses erste Beisammensein mit Bruno Gröning wurde ich von drei unheilbaren Leiden erlöst. 15-jähriger chronischer Stirnhöhlenkatarrh, sie-ben Jahre unheilbares Leber- und Gallenleiden mit starker Leberschwellung und zu wenig Zucker im Blut waren mir mit einem Schlag genommen. Am folgenden Tage konnte ich zu meiner großen Verwunderung fette Speckwurst essen und danach alle Speisen, ohne dass Schmerzen aufgetreten wären, obwohl mir die Ärzte lebenslängliche Diätkost vorschrieben. Keine Kopfschmerzen und endlose Verkühlungen, die durch den Stirnhöhlenkatarrh bedingt waren, traten mehr auf, keine Schwindelanfälle mehr wegen des Zuckermangels im Blut. Alles hatte sich geregelt und kam in die Ordnung. Nach fünf ganz starken Regelungserscheinungen an den darauffolgenden Abenden, je ½-stündig, war ich vollkommen geheilt.

Dieses Erlebnis am eigenen Körper hat in mir eine vollkommene Umwandlung mei-ner Einstellung ergeben. Ich war durch Bruno Gröning zu Gott zurückgeführt worden und habe den Glauben an meinen Schöpfer wieder aufgenommen in unendlich großer Dankbarkeit. Dass ich wieder an Gott glauben kann, ist mir das größte Erlebnis geblieben, das ich durch Bruno Gröning überhaupt erleben konnte. Unendlich viele Erlebnisse folgten bis zum heutigen Tag, die mir bestätigen, dass der von Bruno Gröning aufgezeigte Weg der wirklich wahre, göttliche ist.

Gesund und befreit bin ich nach Hause gekehrt mit dem einen Wunsch im Herzen, einmal mithelfen zu dürfen. Dieser Wunsch wurde mir bald erfüllt, ganz anders, als ich es mir erwartet hatte. Ich wollte über dieses große Erlebnis bei Bruno Gröning schweigen, – es war mir das Heiligste. Nach drei Monaten habe ich bewusst das Schweigen gebrochen, da ich erkannte, es wäre ein ganz großer Egoismus von mir, dies für mich alleine zu behalten und die anderen Menschen, denen ich begegnete, die unheilbarsten Leiden, Schmerzen und somit Qualen ausgesetzt waren, die Möglichkeit zu verschweigen, die sie hätten, wenn sie zu Bruno Gröning geführt würden. Durch den Bruch meines Schweigens begannen bei mir die ganz großen Erlebnisse.

Ein Vater meiner Schülerin in St, Veit an der Glan in Kärnten litt an ganz hohem Blutzucker, schon jahrzehntelang. Dazu kam ein Nervenleiden, hervorgerufen durch einen Granatsplitter im Rückenmark. Er wurde von den größten und besten Spezialisten in der Wiener Klinik am Rosenhügel als unheilbar erklärt, und der Frau sagte man, sie soll vorbereitet sein auf den baldigen Tod. So schilderte mir die Frau die Not und das Elend. Sie hätte vier kleine Kinder, der Mann zu wenige Dienstjahre, um eine ausreichende Pension nach seinem Ableben zu erhalten. Da brach ich mein Schweigen und gab angesichts dieser Not mein Geheimnis um Bruno Gröning preis.

Durch einen Besuch in dieser Familie, da ich von meiner Heilung sprach, geschah das Unfassbare: Der Mann wurde gesund, sodass er in 14 Tagen seinen Dienst als Wagenschlosser bei der Eisenbahn wieder aufnehmen konnte. Nach drei Monaten bestätigte sein langjähriger Hausarzt, dass er zuckerfrei ist und die Nerven in voll-kommener Ordnung seien. Später konnte ich diesem Mann eine Kugel vermitteln.

Kurz danach kam eine bekannte Frau zu mir und bat mich, ihr von dem angeblichen "Wunderdoktor" zu erzählen aus Deutschland, denn sie hätte schon lange Ekzem, und nun wäre es so stark offen an den Händen, sodass sie schwer die Hausarbeit verrichten kann. Ich erzählte ihr von Bruno Gröning und gab ihr das Buch "Die große Umkehr" zu lesen und die Adresse: "Bruno Gröning, München, Postfach 144". Sie könne dort um Fernheilung bitten. Sie erzählte mir in circa einer Woche, dass sie mit dem Buch und der Adresse zu einem Verwandten ging, der sehr schwer herzleidend war und der zurzeit wieder zu Hause im Krankenzustand war. Sie erzählte davon, was sie bei mir gehört hatte. Der Mann schrieb einen Bittbrief an Herrn Gröning, drei Tage danach legte er sich mit ganz großen Herzschmerzen zu Bett. Dieselben steigerten sich so sehr, dass er glaubte, es sei das Ende gekommen und machte ein Testament. Nach drei Tagen und drei Nächten unsäglicher Schmerzen und neuartigen Zuständen stand er auf und war gesund. Der Arzt stand vor einem Rätsel und erklärte, dass das Herzleiden vollkommen behoben sei und schrieb den Mann gesund. Ich lernte ihn später kennen, und er blieb gesund, wurde Gemeinschaftsleiter. Seine ganze Familie erhielt Heilung von schwersten Leiden. Als ich die Frau nach dem Ekzem fragte, zeigte sie mir ihre Hände, es war alles abgeheilt, und nach meiner Frage, was ihr so schnell geholfen hätte, sagte sie, sie habe nichts mehr geschmiert, d. h., sie hatte keine Salbe mehr verwendet seit dem Besuch bei mir, und von Tag zu Tag besserte sich der Zustand und sie wäre davon ganz befreit worden.

Dann sprach es sich herum, und es kamen die Geheilten und brachten ihre Ver-wandten mit und baten um Hilfe. Es traten große Hilfen und Heilungen ein. Eine Frau litt seit ihrem 17. Lebensjahr an kleinen Bandwürmern, die angeblich Widerhaken hätten, die durch keinerlei Medikamente sich lösten und durch nichts zu beseitigen wären als durch Operation. Die Frau litt nun bis zu ihrem 45. Lebensjahr unsäglich. Als sie das erste Mal bei mir von Bruno Gröning hörte, erhielt sie sofort den Heilstrom, und ich konnte selbst schwer glauben, wie dieser Frau zu helfen wäre. Am nächsten Tag lag die Frau zu Bett und wand sich vor Leibschmerzen. Der Mann war ungehalten, dass sie nun statt Hilfe zu erhalten, so daläge, dass sie schrie. Aber am Abend lösten sich die Tiere in ihrem Körper und gingen durch den Stuhl ab, – es waren auf einmal drei volle Nachttöpfe. Befreit und erleichtert stand sie am folgenden Tag bei ihrer Hausarbeit. Als wir dann die erste Gemeinschaft gebildet hatten, war sie immer dabei, und sie erlebte noch oft solche Reinigung. Auch dies war für die Ärzte unerklärlich.

Im September 1952 wurde ich zu einem gelähmten Mädel in Deutsch-Griffen, einem kleinen Gebirgsdörfchen, gerufen. Eine Frau aus St. Veit begleitete mich, die selbst eine Heilung von starkem Ekzem und einem 29-jährigen Leber-Gallenleiden erlebt hatte. Das Mädel war ganzseitig gelähmt, konnte weder Arme noch den Kopf bewe-gen. Es wurde vom Stuhl ins Bett gelegt, vom Bett in den Stuhl gesetzt. Es war ab-gemagert, 72 Pfund, das Gesicht entstellt von einem Ekzem. Der Anblick hat mich so entsetzt, dass ich auf ein Haar den Glauben verloren hätte, dass einer solch lebenden Leiche, wie ich es empfand, überhaupt noch geholfen werden könnte. Ich raffte mich auf und dachte mir: "Lieber Gott, hilf da, da ist deine Hilfe notwendig!"

Ich fing an, über mein Erlebnis bei Bruno Gröning zu erzählen; da begann das Mädel nach kurzer Zeit, zu stöhnen und zu schreien vor Schmerzen. Ich hatte bis dahin so etwas an Regelungserscheinung noch nicht erlebt gehabt. Trotzdem freute ich mich sehr, dass der Strom so gut anschlug. Nach einer halben Stunde legten sich diese starken Schmerzen in Beinen, Knien und Kopf, und das Mädel wurde ruhig und hörte gespannt zu. Nach zwei Stunden wollten wir gehen, da sagte es: "Mir ist so leicht, als wenn ein Gewicht von ein Zentner von mir genommen wäre, und schauen Sie, ich kann mein Bein bewegen, ich fühle mich gesund!" Tatsächlich zog sie das Bein hoch und streckte es wieder. Es war ein unaussprechlicher Augenblick, solches miterleben zu dürfen. Ich sagte noch, es sollte jetzt nicht mehr faul sein, vier Jahre Nichtstun reichten, es sollte aufstehen und arbeiten. Nächstes Jahr gehen wir doch zusammen auf die Alm. Wenn diese Hilfesuchende mir alles glaubte, aber dass sie nächstes Jahr auf die Alm gehen würde, das war zu viel. Am Heimweg bereute ich es, dass ich solches zu ihr gesagt habe.

Nach drei Wochen kam die Mutter mich besuchen und weinte vor Freude. "Die Minna ist gesund", berichtete sie. Die Minna hat am selben Abend, als ich dort war, zu essen verlangt und isst seitdem unmäßig viel. Der Stuhlgang war seit meinem Besuch in vollster Ordnung. Das Ekzem im Gesicht wäre zurückgegangen und abgetrocknet, sie würde seit 14 Tagen mit Krücken in der Wohnung gehen.

Sie bat, ich sollte ihr helfen, einen Erfolgsbericht an Herrn Gröning zu schreiben, um ihm. danke zu sagen. Dabei erfuhr ich erst, wie das Übel zustande kam und was es war. Nach übergangener Angina traten Lähmungserscheinungen auf. Im Krankenhaus St. Veit wurde Minna ein halbes Jahr behandelt. Man sagte, es wäre Gelenkentzündung. Im nächsten Krankenhaus in Friesach sagte man, es wäre Knochentuberkulose. Die Lähmung konnte nicht beseitigt werden. Die inneren Organe wären durch die Behandlung wie lahmgelegt worden. Das Herz arbeitete schlecht, Magen, Blase, Nieren, Leber, Verdauung funktionieren nicht mehr. Man brachte sie nach zwei Jahren in das Landeskrankenhaus Klagenfurt. Da wurde der Zustand so schlecht, dass die Ärzte sie aufgaben und der Mutter rieten, nachdem die letzte Ölung vorgenommen wurde, sie ja nicht nach Hause führen zu lassen, sie würde den Weg nicht lebend überstehen, sie sollte die Tochter hier sterben lassen, es dauert nicht mehr lange. Die Überführung des Leichnams wäre der Frau zu teuer gekommen. So wagte sie sie trotzdem, und sie rief in ihrer bitteren Not den Herrgott um Hilfe an. Die Tochter starb nicht, aber sie läge nun seit zwei Jahren in diesem unheilbaren Zustand da.

Wir schrieben gemeinsam den Erfolgsbericht und dankten Bruno Gröning aus gan-zem Herzen.

Das war September 1952. Im Dezember bekam ich eine Weihnachtskarte mit der Nachricht, Minna gehe es sehr gut, sie würde mit Stöcken gehen und leichte Haus-arbeit versorgen. Sie wäre sehr glücklich. Sie hätte wieder an Körpergewicht zuge-nommen.

Mitte Januar 1953 erhielt ich einen Brief von der Mutter. Minna hat sich am 28.12.52 an Magenkatarrh ins Bett legen müssen und bekam hohes Fieber; sie verlor das Bewusstsein. Der Zustand verschlimmerte sich so sehr, dass die Mutter den Pfarrer am Silvestertag herbat. Der sagte, dass Minna das neue Jahr wahrscheinlich nicht mehr erleben wird und gab die letzte Ölung. Die Mutter bat den Herrgott im Gebet: "Lieber Gott, wenn du die Minna zu dir nehmen willst, so nimm sie, aber wenn sie noch leben darf, so bitte gib Herrn Gröning die Kraft, dass er sie gesund machen kann!" Da war die Mutter ruhig. Am Neujahrsmorgen war Minna nicht gestorben. Die Anverwandten brachten den Arzt, der doppelseitige Lungenentzündung und Gehirnhautentzündung feststellte. Es wäre alles zu spät. Er wollte sie ins Krankenhaus bringen lassen, die Mutter wehrte ab. Er gab zwei Spritzen.
Minna starb nicht. Am 4.1.53 kam ihr Bewusstsein wieder und sie sagte: "Die Medizin nehme ich nicht, mir hilft Herr Gröning!" Am Morgen des 5.1.53 erschien ihr Herr Gröning um fünf Uhr früh. Danach stand sie auf und war gesund. Sie konnte ab sofort ohne Stock gehen und traf den Arzt Mitte Januar auf dem Postamt. Er erschrak, als er sie sah und fragte, ob sie die Minna sei. "Was haben Sie gemacht? Was hat Ihnen so geholfen?" Minna sagte es nicht. Ende Januar hat Minna bei der Hochzeitsfeier ihres Bruders teilgenommen bis nach Mitternacht, sie aß Schweinebraten und trank Wein und ging bei hohem Schnee um ein Uhr Nacht einen weiten Weg vom Berg herunter, nach Hause.

Ich selbst besuchte Minna im Februar. Ich erkannte sie nicht wieder. Sie ging ohne jede Beschwerde und sah hübsch, jung und vollschlank aus. Ich konnte mich von der Wahrheit überzeugen. Sie bat mich, mit ihr im Sommer auf die Alm zu gehen. Mir kamen vor Freude über so viel Hilfe die Tränen. Ich ging im Juli mit Minna auf die Alm. Sie konnte 3 ½ Stunden mit Rucksack auf die Berge gehen bis zur Hütte, sie trieb die Kühe aus und heim, versorgte den Haushalt der Sennerin. Nur bis zu den Schuhen bücken, konnte sie sich noch nicht; auch die Hände nach rückwärts biegen zum Kämmen, ging noch nicht. Das Bücken wurde ihr nach 14 Tagen wiedergegeben, das Kämmen-Könnnen erhielt sie im Dezember 53 in St. Veit nach der ersten Gemeinschaftsstunde, die sie miterlebte. Seitdem ist sie ganz gesund und arbeitet im Haushalt, im Stall und am Feld alles. Jetzt sorgt sie für die vier Enkelkinder bei bester Gesundheit.

Danach erlebte ich noch sehr viele wunderbare Heilungen mit. Nur einige will ich nennen: Eine junge Frau wurde an Nierenschrumpfung geheilt, ein älterer Mann an Angina Pectoris, eine Frau an grauem Star, ein Junge verlor das Irresein, ein Junge erhielt sein Gehör wieder, eine Frau verlor ein schweres Zuckerleiden, und ein junger Mann wurde spontan an offener Lungentuberkulose mit Kavernen geheilt.

In Triest wurde mir erzählt und ich überzeugte mich persönlich,von folgender ganz großer Heilung:

Frau Annasipoli, die Gemeinschaftsleiterin von Triest, begegnete eines Tages den Verwandten einer alten Frau, die einige Male in der Gemeinschaft war. "Wissen Sie schon, unsere Liebe liegt seit drei Wochen im Krankenhaus, der ganze Unterleib ist in Krebs übergegangen. Es gibt keine Rettung mehr, die Ärzte geben ihr noch drei Tage!" Frau Annasipoli (dachte an Herrn Gröning) war überrascht und besuchte die Frau noch am gleichen Tag. Sie war abgemagert und so kraftlos, dass sie kaum die Kugel in der Hand halten konnte. Sie rief immer: "Ich muss sterben! Ich muss ster-ben! Mir tut alles weh!"

Frau Annasipoli dachte an Herrn Gröning und bekam das Gefühl: nein. Sie sagte zur Frau: "Wenn Sie sterben wollen, dann sterben Sie, aber wenn Sie leben wollen, dann nehmen Sie die Kugel!" Sie lag in der Lade des Nachtkästchens. Sie wollte sie nicht verlieren und die Schwestern würden sie wegwerfen, wenn sie sie am Boden finden würden. Frau Annasipoli wickelte sie in ein Taschentuch und gab sie der Frau in die Hand.

Nach drei Tagen war die Frau auf und kam Frau Annasipoli entgegen. Es geht ihr gut, nur habe sie großen Hunger, man gibt ihr nicht genug zu essen. Frau Annasipoli brachte ihr ein Huhn. Sie aß das halbe Huhn mit großem Appetit. Frau Annasipoli dachte sich: "Wenn die Frau so viel auf einmal essen kann, dann ist sie auch nicht mehr krank."

Die Frau starb nicht. Sie wurde in der gleichen Woche als gesund entlassen. Die Ärzte sagten noch: "Da ist ein Wunder geschehen, es muss hier ein Heiliger eingegriffen haben!"

In der darauffolgenden Woche besuchte ich selbst diese Frau. Sie dankte aus über-vollem Herzen für diese Heilung. Im Jahre 1966 bekamen wir die letzte Nachricht, dass sie gesund geblieben ist.

Von den vielen, sehr vielen miterlebten Heilungen, die einesteils zu Lebzeiten Bruno Grönings, andererseits nach seinem Heimgang erfolgt sind, will ich ein andermal berichten.

Jedes Mal geschah das ganz Große: Ich bat geistig Bruno Gröning, dem Hilfesu-chenden zu helfen, und er tat es. Wir danken ihm als Mittler, wir danken Gott.

Quelle:
Archiv des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e. V. Freiburg i. Br., Bestand: 20/16, Signatur: "Schulungsbriefe 1974/1975"