F. E.

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B., 31.3.1957
Brief an Bruno Gröning
Abschrift (PDF)


Hinweis
Die Schreibweise wurde an die Richtlinien der aktuellen Rechtschreibung angepasst. Eigen- und Ortsnamen wurden anonymisiert, liegen im Ursprungsdokument jedoch ausgeschrieben vor.


Sehr geehrter Herr Gr. – Ludewig!

Ihre beiden werten Schreiben vom 22.12.57 haben mich ganz außerordentlich sehr erfreut. Ich danke Ihnen sowie Ihrer werten Sekretärin Ludewig recht herzlich für Ihre freundlichen Bemühungen und die Bestätigung meiner ganzen Post und die Decke. ? Weiterhin empfinde ich es als eine große Ehre und ein großes Glück, dass Sie, werter Herr Gröning, auch weiterhin mit Ihrer Glaubenskraft und Fürbitte bei Ihren hilfesuchenden Menschen sind und mir auch weiterhin Gottes Segen vermitteln. Meine Freude darüber ist unbeschreiblich groß. Ich werde das mein ganzes Leben sehr zu schätzen wissen. Entschuldigen Sie bitte, wenn ich so undankbar bin und erst heute schreibe. Aus verschiedenen Gründen fehlte mir die nötige Ruhe dazu. Ich bin ja so glücklich, dass es mir gut geht, gesundheitlich gut geht und wollte mich nicht überlasten, was Sie mir bitte verzeihen wollen.

Gleichzeitig möchte ich Ihnen heute folgenden Bericht über mein gesundheitliches Befinden übersenden: In meinem Brief vom 10.12.56 teilte ich Ihnen mit, dass in meiner chron. Gelenkentzündung, Herz- und Nervenschwäche und art. Gichtknoten am Kreuz, Knie und Ellbogen eine starke Schmerzbefreiung und Heilung aufgetreten ist. ? Auf Ihr wertes Schreiben vom22.12.56 stellte sich zur größten Bewunderung besonders ab Neujahr 1957 eine noch stärker auffallende Schmerzbefreiung und Heilung im obengenannten Leiden ein. Die Erholung nahm seitdem einen sehr erwünschten Fortschritt. Es ist mir, als hielte Gott immer seine schützenden Hände über mich, die mir alles geben, was ich zum Aufbau meiner Gesundheit brauche.

Diese wunderbare Hilfe habe ich nur Ihnen, werter Herr Gröning, zu verdanken. Ehe ich Ihnen davon Kenntnis geben konnte, erhielt ich Ihr zweites Schreiben vom 21.2.1957. Voller Freude über Ihre freundlichen Bemühungen hatte ich von Stunde an ein seltsames Empfinden. Es war mir, als glitten sämtliche restlichen Beschwerden aller Krankheiten, besonders die Kniebeschwerden (die seit einigen Tagen durch Kälte eingetreten waren) durch meinen Leib hinab und gingen an den Füßen hinaus. Bei sichtlich zunehmender Kräftigung kann ich mich beim Ruhen wieder allein von der linken Seite auf die rechte Seite legen, was mir fast drei Jahre nicht möglich war. Ich kann fast den ganzen Tag im Sitzen zubringen, möcht am liebsten aufstehen und laufen, was mir leider nicht gelingt. Doch der Körper zeigt bei allen Witterungswechseln und sonstigen Anstrengungen eine stark auffallende Widerstandskraft. Das Allgemeinbefinden ist andauernd ein sehr gutes, ich fühle mich wie neu geboren. Meine Freude darüber ist unbeschreiblich groß.

Werter Herr Gröning, ich durfte besonders seit Neujahr 1957 viele Wunder erfahren, die mir wie eine Hilfe von Gott gesandt kamen. Für mich ist das ein erneuter Beweis Ihrer wunderbaren Hilfe und ein weiterer sichtbarer Ausdruck der Verbundenheit zum hilfesuchenden Menschen. Dafür schulde ich Ihnen für immer großen Dank.

Mit freudigem Erstaunen und Bewunderung verfolgt mein Hausarzt die sichtlich zunehmende Besserung meines gesundheitlichen Zustandes. Er hofft, in Zukunft, mich auch von dem Leiden der [unleserlich] zu befreien und hofft, ein gutes Ziel meiner Gesundheit zu erreichen. Zur größten Freude ersehe ich daraus immer wieder wie Gott mir seine Hilfe durch Sie, werter Herr Gröning, klar zu erkennen gibt. Für mich ist Ihre Hilfe die denkbar größte Unterstützung meiner Gesundheit. Ihre Wirkung wird eine bleibende sein. Ich werde das Zeit meines Lebens sehr zu schätzen wissen. – Mit großem Interesse verfolge ich dieses Ziel weiter und werde nicht nachlassen im Glauben und Vertrauen, in Geduld und im Beten und mich durch keine äußeren Umstände darin stören lassen; denn ich weiß, Gott will, dass wir voller Vertrauen abwarten, wann und wo er geben will.

Werter Herr Gröning u. Ludewig, verzeihen Sie nochmals meine große Vernachlässigung, die schlechte Schrift und mein vieles Durcheinander im Brief. Ich will versuchen, bald wieder von mir hören zu lassen und mich Ihnen gegenüber erkenntlich zeigen.

Für heute sende ich Ihnen meinen allerherzlichsten Dank für die unschätzbare Hilfe und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Lebensweg volle Gesundheit und Schaffenskraft zur Erfüllung der großen Aufgabe in Ihrer Arbeit.

In verehrungsvoller Hochachtung

Ihre dankbare

F. E.