H. B.

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B., 16.5.1949
Abschrift (PDF)


Hinweis:
Die Schreibweise wurde an die Richtlinien der aktuellen Rechtschreibung angepasst. Eigen- und Ortsnamen wurden anonymisiert, liegen im Ursprungsdokument jedoch ausgeschrieben vor.


Ich gebe folgende Erklärung an Eides statt ab:

Personalien: Frau H. B., geb. xx.xx.1903, wohnhaft in B., H…straße x.

Mein Kind, E., geb. xx.xx.1934, wohnhaft bei mir, hatte im  zweiten Lebensjahr eine Gehirnhautentzündung mit nachfolgender Lähmung der linken Seite. Seit der Zeit ist sie ständig in ärztlicher Behandlung und oft in Krankenhäusern gewesen. Eine Besserung ist nicht eingetreten. Wir sind Flüchtlinge und wohnen jetzt in B. (Schlesien, G. ist unsere Heimat), wo die ärztliche Behandlung fortgesetzt wurde. Vor einem Jahr wurde E. am linken Fuß und am Arm operiert, war ungefähr ein halbes Jahr im Krankenhaus „G.“, B.; eine Besserung trat nicht ein, wohl aber eine Verschlechterung im Arm.

Durch eine Bekannte erfuhr ich von Herrn Gröning und habe ihn [sic!] heute bei ihm einen Besuch gemacht mit meiner Tochter.

Herr Gröning nahm die Heilung auf. Kurz danach stellte ich fest, dass das Mädel schon den Arm, der sonst immer wie angewachsen, unbeweglich und steif war, gut bewegen kann. Diese Bewegung hält nun schon etwa 2–3 Stunden an. Meine Tochter konnte auf dem linken Fuße nicht stehen. Jetzt ist es für sie schon eine Leichtigkeit, allein und ohne Hilfe sowie ohne Anlehnung auf dem linken Fuße zu stehen. Auch bemerke ich, dass meine Tochter lebhafter wird.

Aufgenommen: Herford, den 16.Mai 1949

H. B.

Quelle:
Archiv Bruno Gröning Stiftung