Hans Schwendl

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Bergham, 26.5.1954
Brief an Bruno Gröning
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Die Schreibweise wurde an die Richtlinien der aktuellen Rechtschreibung angepasst.

 

Heilungsbericht (Brief an Bruno Gröning)

Hans Schwendl, Bergham, 26.5.1954

Hans Schwendl
Bergham 15½
Post Miesbach, Obb.
 

Herrn
Bruno Gröning
Grafrath b. München
 

Bergham, den 26. Mai 1954

Für die Größe des Dankes, den ich Ihnen, sehr geehrter Herr Gröning, aussprechen möchte, gibt es ja wohl nie die ausreichenden Worte, aber dennoch möchte ich zusammenfassen, wie Ihre göttliche Kraft an meinem Körper gewirkt hat.

Seit Anfang des Jahres 1951 litt ich unter den größten Herzbeschwerden mit vielen unangenehmen Nebenerscheinungen wie größte Atemnot, amtsärztlich festgestellte 80%ige Geh- u. Stehbehinderung usw. Ich suchte verschiedene Ärzte auf, lag im Frühjahr 1951 über neun Wochen im Krankenhaus, aber alle ärztlichen Bemühungen waren erfolglos. Von den verschiedensten Spezialisten ließ ich mich untersuchen. Aber die Diagnose lautete stets mit einem Achselzucken: „Angina pectoris“.

So vegetierte ich die Jahre hindurch, bis ich im Februar 1954 durch Zufall erfahren konnte, dass Sie, Herr Gröning, in Murnau anzutreffen sind. Tatsächlich hatte ich am 19. Februar 1954 das Glück, Sie in Murnau persönlich anzutreffen. Ihre Anwesenheit und Ihren Vortrag bekam ich bereits damals in meinem Körper sehr zu spüren. Aber als Sie mich dann am 13. März persönlich besuchten (wie soll ich Ihnen dafür überhaupt danken?), da kam die große Wandlung, für die es wirklich die ausreichenden Worte nicht gibt. Sie gaben mir eine so aufschlussreiche und zutreffende Diagnose, die ich vorher noch von keiner Seite bekam. Sie sprachen mir so viel Mut zu, dass in mir wirklich wieder die bereits am Erlöschen gewesene Lebenskraft wach wurde. Es kam die große Umstellung in meinem Körper. Meine Atembeschwerden, die oft ins Unerträgliche gewachsen waren (ich musste im Bett 4-5 Kissen haben und die Nächte oft zum größten Teil im Bett sitzend verbringen) ließen bereits bei Ihrer Anwesenheit beträchtlich nach, was aufgrund der außerordentlichen Schleimabsonderung hervorgerufen wurde; der unbeschreibliche Druck in der Herzgegend ließ nach. Vom 28. März bis 3. April aber kam die Generalreinigung meines Körpers. Ich kann nicht schildern, was da mein Körper an Unreinigkeiten ausgeschieden hat. Genauso ging die Regelung vor sich, wie Sie es mir am 13. März schilderten. Es waren schwere Tage, aber der große Glaube an Ihre göttliche Hilfe hat mir über alles hinweggeholfen und bereits eine Woche später packte mich die Lust, zu gehen, ja sogar eine ganze Strecke aufwärts!! Dazu muss ich noch erwähnen, dass mir vorher das Gehen von 20 Metern auf der Ebene nicht mehr möglich war. Ich fühlte mich so frei um die Brust und verspürte wieder neuen Lebensmut, den ich ja bereits vollkommen verloren hatte.

Ja, lieber guter Herr Gröning, ich finde wirklich nicht die ausreichenden Worte für den Dank, den ich Ihnen für Ihre göttliche Hilfe sagen möchte, aber Sie wissen ja auch trotzdem, wie von ganzem Herzen ich Ihnen dankbar bin.

Ich habe nur den einen großen Wunsch, Sie recht bald wieder einmal begrüßen zu dürfen, denn ich weiß, dass dann auch noch der letzt Rest von allem „Bösen“ – wie Sie es bezeichnen – aus meinem Körper verschwinden wird. Und darum würde ich Sie heute mit dankbarem Herzen halt ganz besonders ersuchen, es zu ermöglichen, Sie wieder einmal sprechen zu können, denn nur Sie, Herr Gröning, hatten die Kraft, mich von meiner völligen Arbeitsunfähigkeit zu erlösen und haben somit mir und meiner Familie neues Leben geschenkt. Der Dank meiner Frau ist ebenso groß wie der meine.

Möge Sie unser Herrgott in Schutz nehmen, dass Sie Ihre große Kraft frei und ungestört den vielen Heilungssuchenden zuteil werden lassen können und dazu wünscht Ihnen alles Gute

mit wärmstem Dank und herzlichen Grüßen!

Hans Schwendl, Bergham 15 ½, Post Miesbach, Oberbayern

Quelle:
Archiv Bruno Gröning Stiftung