Heilungsbericht: Beidseitiges Ohrenleiden

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Gerhard Gnädinger, Horheim
10.3.1957

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Die Schreibweise wurde an die Richtlinien der aktuellen Rechtschreibung angepasst.


Gerhard Gnädinger
Krs. Waldshut, Hauptstr. 39
Horheim, den 10. März 1957
 
Betr.: Bruno Gröning

Ich möchte mal ganz kurz Stellung nehmen über meinen Lebensweg bis heute und was ich bis heute erreichte durch die Hilfe von userem Meister Bruno Gröning. Ich bin am 26.9.1914 geboren, besuchte die Volksschule und erlernte anschließend das Maurerhandwerk und war, wenn ich so sagen darf, ein ganz robuster Kerl und fürchtete den Teufel nicht. Als ich 1933 ausgelernt hatte, bekam ich ein beiderseitiges Ohrenleiden. Ich ging auf eigene Kosten nach Basel (Schweiz) zu einem Ohrenspezialisten und nach Freiburg in die Ohrenklinik. Überall hieß es, nur durch eine Operation kann es zu einer Besserung gelangen. Aus beiden Ohren kam der Brand, niemand könnte etwas tun. 1935 war ich so weit, dass ich Gleichgewichtsstörungen hatte und konnte mich nicht mehr bücken, sonst fiel ich um. Ich musste nach Freiburg zur Operation, das linke Ohr wurde mir aufgemeißelt.

Die Gleichgewichtsstörungen waren weg, aber der Brand lief gleich aus beiden Ohren raus. Ich wurde 1935 gemustert als untauglich, 1940 wurde ich doch eingezogen und nach vier Wochen entlassen wegen dem Ohrenleiden. Ich musste bis Kriegsende noch dreimal gehen, wurde aber immer wieder entlassen und so glaub ich, es ist jedes Wort überflüssig, denn wenn einer nicht den Kopf unterm Arm brachte, ist er nicht entlassen worden.

So ging es wieder bis 1951; solang mir der Brand lief, hatte ich keine Beschwerden, blieb es nur 2 – 3 Tage aus, musste ich sofort einen Spezialarzt aufsuchen. Im Herbst 1952 war der schreckliche Tag wieder, da der Brand vier Tage weg war. Ich bekam fürchterliche Kopfschmerzen, meine Frau musste nachts um 24 Uhr einen Arzt herbeirufen, denn ich lag auf dem Boden und wälzte mich vor Schmerzen.

Man brachte mich am Morgen ins Krankenhaus und versuchte, das Ohr von den Krusten sauberzumachen, was dem Arzt nicht gelang, am anderen Tag wurde die Sache wiederholt vom Spezialarzt. Er erklärte mir, das ist nicht rauszukriegen, ohne Operation. Ich erklärte diesem Arzt, ich gehe nicht vom Stuhl bis es sauber ist und so ungefähr nach zwei Stunden brachte der Arzt eine haselnussgroße Kruste aus dem Ohr und die Schmerzen waren weg, denn der Brand floss sofort. Nach diesem gut gelungenen Eingriff des Arztes erklärte er mir, das wäre das letzte Mal, jetzt gibt es nur eines, eine Operation, alles andere hat keinen Wert. Das musste ich verweigern, denn durch den Eingriff links 1935, hatte ich das Gehör links verloren und jetzt, 1951, soll es mir rechts auch so gehen. Nein, sagte ich, das ist mir unmöglich. Dann erfuhr ich 1952 von unserm Meister Gröning, aber ich lachte und spottete über diesen Mann, denn ich sagte, das gibt's nicht.

Meine Schwiegermutter leidet an MS und erklärte mir und meiner Frau, sie fahre nach Karlsruhe zu Herrn Gröning, wir zwei müssten mit, denn sie ist ja gelähmt und müssten sie aus dem Auto in das Haus, wo sich Herr Gröning befinde, tragen. Ich lachte über diese Sache und sagte zur Frau, wir gehen halt mit, der Papa bezahlt uns ja das Auto, dann kommen wir auch mal fort. Wir kommen in Karlsruhe an und brachten die Mutter ins Haus. Als wir die Mutter an Ort und Stelle hatten sagte man uns, wir könnten den Vortrag von Herrn Gröning hören, wenn wir wollten. Ich lehnte ab, denn ich glaubte einfach nicht an das. Ich verließ das Haus, Tina, meine Frau, blieb. Als ich rauskam, sagte ich zu unserem Fahrer, dass ich hätte können den Vortrag mit anhören, aber das interessiere mich nicht, so ein Schwindel. Er meinte, wenn man schon so weit gefahren ist, würde er sich doch interessieren. Ich entschloss mich sofort, hineinzugehen und den Vortrag anzuhören, aber ich dachte nicht an meine Ohren. Als der Vortrag begann, hieß es gleich, nicht dass Ihr glaubt, Gröning heilt, sondern es heilt die göttliche Kraft, nicht verlangen, sondern erlangen. Da dachte ich gerade, der Kerl ist nicht normal, nicht er, sondern die göttliche Kraft heilt und ich glaubte, er wird etwas verschreiben oder etwas angeben, aber er hielt nur seinen Vortrag. Ich dachte gar nicht an meine Ohren, denn ich glaubte ja gar nicht an diesen vermeintlichen Quatsch. Als Herr Gröning eine Weile so sprach, wurde es in meinem Körper ganz anders, es wurde mir heiß, meine Beine wurden ganz schwer, es tat sich einfach etwas in meinem Körper, das ich sonst noch nie hatte.

Heute weiß ich, es ist die göttliche Kraft, die mich durchströmte.

Als der Vortrag zu Ende war, glaubte ich, ich könnte nicht mehr laufen, aber es war alles so leicht, ich kann nur sagen, mir war’s, wie man im Volksmund sagt, „sauwohl“.

Als wir zu Hause ankamen, nahm ich die Watte aus beiden Ohren, es waren beide richtig durchnässt, machte frische Watte rein und dachte nichts dabei. Am anderen Tag war alles trocken und so blieb es bis heute.

Wenn jemand glaubt, wenn beide Ohren von 1933 im Herbst bis 1953 im Mai ätzten und von dort bis heute nicht mehr, dass es von ungefähr kommt, das habe ich unserem Helfer und Meister Gröning zu verdanken.

Und wenn die Schandschriften heute erklären, die ganze Ärzteschaft habe bis heute noch nicht einen Heilerfolg von Herrn Gröning gesehen und gehört, kann ich ihnen nur zur Verfügung stehen und glaube, noch einige Zeugen bringen zu können, meine Schwiegermutter erzählte es nach einigen Tagen dem Hausarzt, da meinte er, wenn das so bleibt, sei es als ein Wunder zu bezeichnen, das Wunder ist bis zum heutigen Tag geblieben.

Dieses Schreiben will ich Herrn Gröning aus Dankbarkeit zukommen lassen.

Mit den besten Grüßen, der treue Freund

Gerhard Gnädinger

Horheim


Quelle:
Archiv Bruno Gröning Stiftung