E. B.

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ohne Ortsangabe, August 1960
Heilungsbericht
Abschrift (PDF)

 

19.. erlebte ich bei einem Vortrag von Herrn Gröning sofort eine große Erleichterung in meinem Asthma-Leiden. Dankbarst und voller Hoffnung, diese Krankheit bald ganz los zu sein, ging ich nach Hause. Da erhielt ich einige Tage später von meiner Tochter aus K. einen jammervollen Brief. Ihr kleines Töchterchen hatte eine Pockenimpfung durchmachen müssen, und bekam daraufhin immer wieder Anfälle. Der Arzt wusste sich nicht zu helfen und probierte alles Mögliche aus, doch es wurde eher schlimmer als besser.

Ich dachte gleich, wenn hier jemand noch helfen kann, so ist es Herr Gröning. Aber wie sollte ich das meiner Tochter beibringen; sie wusste ja noch nichts über Bruno Gröning! Ich besprach mich mit der Leiterin der Bruno-Gröning-Gemeinschaft, welcher ich ja auch die Möglichkeit verdankte, einen Vortrag miterleben zu können. Sie drückte mir eine kleine Broschüre in die Hand, von einem Mitarbeiter Bruno Grönings verfasst. Diese Schrift klärte gerade die Fernstehenden sehr gut über Bruno Grönings Heilstrom, seine Natur und seine Wirkung auf[1].

Das Büchlein übersandte ich sofort meiner Tochter mit dem Hinweis, mir mitzuteilen, ob sie einverstanden sei, Bruno Gröning um seine Hilfe zu bitten und sich dann auch entsprechend geistig einzustellen, denn dies ist ja von entscheidender Bedeutung. Es dauerte auch nicht lange, bis mich ihre freudige und hoffnungsvolle Bitte darum erreichte. Inzwischen war der Zustand des Kindes immer schlechter geworden.

Das Schreiben gab ich der Gemeinschaftsleiterin mit, welche gerade zu einer Beratung zu Bruno Gröning fuhr. Nach ihrer Rückkehr übergab sie mir ein kleines Päckchen mit einer silbernen Stanniolkugel und „den besten Wünschen für die Mutti“; sie solle vertrauen und glauben, aber jeden Gedanken an die Erkrankung des Kindes müsse sie ausschalten, sonst würde sie störend einwirken. Die Kugel möchte sie unter das Kopfkissen des Kindes legen.

Ich schob die Kugel in einen Briefumschlag und ging zur Post. Dort musste der Beamte nachsehen, was da drinnen steckte, denn es ging ja ins Ausland. „Ah“, meinte er, „eine Gröning-Kugel! Ja, Fraule, das muss über das Zollamt gehen, aber Geschriebenes darf nicht dabei sein.“ Also schickte ich den Brief erst einmal ab und verpackte die Kugel in eine Schachtel und wandte mich ans Zollamt. Doch da gab es Schwierigkeiten. Der Beamte war misstrauisch, es könnte in der Kugel ja etwas eingewickelt sein, deshalb müsse sie zerlegt werden. Auf alle Fälle dürfe er sie nicht ununtersucht über die Grenze senden. Darüber war ich aber so erschrocken und traurig, dass ich zu weinen begann. Ich erklärte ihm, dass es sich um ein Sympathiemittel handle und dass es für mein schwerkrankes Enkelchen bestimmt sei. Der Beamte wurde mitleidig, und obwohl er mich etwas ungläubig anschaute, half er mir doch, die Kugel wieder zu verpacken und meinte: „Wenn das wahr ist, dass die Kugel helfen kann, dann müssen Sie es mir aber sagen, wenn Sie Nachricht über Ihre Enkelin bekommen!“ Über diese Wendung war ich sehr, sehr froh, denn ich hatte in meiner etwas verzweifelten Lage ein Stoßgebet zu Bruno Gröning gesandt, er möge mir helfen, den Beamten umzustimmen. Nun dankte ich Bruno Gröning in Gedanken und eilte nach Hause.

Lange Zeit konnte ich mir gar nicht vorstellen, was los sei, denn ich hörte nichts von meiner Tochter. Endlich traf ein Brief eins: „Liebe Mutter, ich habe Dir so lange nicht geschrieben, da ich erst beobachten wollte, ob das, was ich erlebte, auch wahr ist und wahr bleibt. Als ich der Kleinen die von Dir gesandte Kugel unter das Kopfkissen legte, schlief sie gleich fest ein, ohne einen Anfall zu bekommen. Sie schlief durch bis weit in den anderen Tag hinein, erwachte dann frisch und munter und zeigte herzhaften Appetit. Von Tag zu Tag aß sie fest, nahm zu und schlief ruhig. Es trat kein Anfall mehr auf. Das Kind gedieh und war normal und gesund wie alle anderen Kinder. Das alles war für mich so einfach, dass ich es nicht glauben konnte, nachdem ich doch erlebte, was die Ärzte alles unternahmen, ohne nur etwas an Besserung zu erzielen. Immer wieder beobachtete ich das Kind, ob nicht wieder ein Anfall eintreten würde, obwohl ich mich ständig bemühte, diese Gedanken zurückzudrängen, denn es wäre ja eine falsche Einstellung zu den Wünschen Bruno Grönings „Vertraue und glaube!“ gewesen. Aber es war für mich ein richtiges Wunder, dass mein Kindchen mir so einfach wieder gesund und froh geschenkt worden war, nachdem es doch zuvor von Tag zu Tag weniger und schwächer wurde und grässliche schmerzhafte Anfälle über sich ergehen lassen musste.“

Dies war, kurz zusammengefasst, der Inhalt des Schreibens, das mich innerlich sehr beglückte. Eine tiefe Dankbarkeit gegen GOTT, der uns solch einen lieben Menschen als Helfer in der Not gesandt hatte, stieg in mir auf.

Heute, im Jahre 19.., hat sich das Kind zu einem strammen Mädel ausgewachsen, es ist völlig gesund und voll Leben. Nie mehr trat ein einziges Anzeichen der alten Krankheit auf. Meine Tochter schrieb damals auch einen Heilbericht an Herrn Gröning, der sich im Archiv befindet.

Sicher wird es Sie noch interessieren, ob ich damals mit dem Brief zum Zollamt ging. Ja, das tat ich, und der Beamte ward von seinem Unglauben geheilt. Er drängte förmlich darauf, zu einem Vortrag von Herrn Gröning zugelassen zu werden, denn „einen so interessanten Menschen wolle er doch auch kennen lernen.“ Auf alle Fälle war er seit dieser Zeit hundertprozentig dafür, alles an Kugeln ohne Weiteres ins Ausland durchgehen zu lassen.

 

Quelle:

Josette Gröning (Hrsg.): Der geistig-seelische Heiler (Denkendorf bei Plochingen/Neckar 1960) Nr. 8, S. 118-120



Gemeint ist die Broschüre „Bruno Grönings Heilstrom – seine Natur und seine Wirkung“ von Friedrich Retlow aus dem Jahre 1955. Im Internet verfügbar unter der Adresse http://www.bruno-groening-vortraege.de/groening-pdf/groening-publikationen/broschueren/1955-00-00_retlow_bruno-groenings-heilstrom_textfassung.pdf