Heilungsbericht: Herz- und Lungenleiden

Ruth Geisler
Herford, 8.4.1949

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Hinweis
Die Schreibweise wurde an die Richtlinien der aktuellen Rechtschreibung angepasst.

 

Herford, den 8. IV. 1949
Auf der Freiheit 8

Am 5. IV. 1949 wurde ich von Herrn Gröning behandelt. Ohne vorher über meine Krankheit informiert zu sein, zählte mir Herr G. alle schmerzenden Stellen in meinem Körper auf.

Kein Arzt hatte mir bisher eine solche Diagnose gestellt. Wenn ich auch über Stiche in der Lunge und am Herzen geklagt hatte, stellte der Arzt fest Herz und Lunge wären vollkommen gesund. Herr G. bewies mir das Gegenteil. 

Nach der Behandlung fühlte ich mich froh und frei. Am selben Abend und am nächsten Morgen verspürte ich noch an verschiedenen Stellen Schmerzen, von denen ich aber am Nachmittag nichts mehr wahrnehmen konnte.

Viele könnten nun meinen, alles wäre Einbildung von mir, wenn ich jetzt nichts mehr spüre. Einen Beweis liefert meine Schilddrüse, die bisher stark geschwollen war und mir Atembeschwerden verursachte. Heute ist die Schwellung schon um 2 cm zurückgegangen. 

Am 6. IV. durfte ich noch einigen Behandlungen beiwohnen. Herr G. behandelte gerade ein Kind, das keinen Verstand hatte, nicht sprechen konnte, auch nicht Herr seiner Glieder war. Um der Mutter und den Anwesenden zu zeigen, was für Schmerzen das Kind hat, übertrug Herr G. die Schmerzen auf mich. Ich musste dann laufend die schmerzenden Körperteile anzeigen. Herr G. führte dem Kinde dann durch Wasser neues Blut zu. Da die Verbindung der Nerven vom Körper zu den Beinen unterbrochen war, verband Herr G. die Nerven wieder miteinander. Ich konnte die Vorgänge, die in dem Körper des Kindes vor sich gingen, in meinem Körper genau verfolgen. 

Ich muss noch feststellen, dass das Mädchen am Schluss einen vernünftigen Gesichtsausdruck hatte und klare, beobachtende Augen. Auch die Zuckungen im Körper hatten etwas nachgelassen. 

Herr G. behandelte noch einige Personen, denen er ebenfalls genau ihre Leiden sagte, ohne die Leute dem Namen nach zu kennen und ohne von ihren Leiden gehört zu haben. 

Zum Schluss will ich hier Herrn Gröning noch herzlich Dank sagen für seine Hilfe.

Ruth Geisler

 

Quelle:
Archiv Bruno Gröning Stiftung