Heilungsbericht: Lähmung (Brief an Bruno Gröning)

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Gretchen Carstens
Ipernstedt, 25.9.1954

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Die Schreibweise wurde an die Richtlinien der aktuellen Rechtschreibung angepasst.

 

Ipernstedt, den 25.9.54

Heinrich Carstens

Lieber Herr Gröning!

Unser 15 jg. Sohn wurde im April plötzlich vollkommen gelähmt. Nach ärztlicher Beratung brachten wir ihn nach Kiel in die Nervenklinik. Zur gleichen Zeit erbat ich für ihn von Frau Thomsen eine Stanniolkugel. Am 23. Juli konnten wir wieder aus Kiel heimholen. Nach 8 Tagen bekam er einen Rückfall. Es machten sich wieder Lähmungserscheinungen bemerkbar u. die Füße waren wieder ganz kalt. Wärmflaschen u. Wolldecken nützen nichts.

Am 1. August konnten wir dann an Ihrem Vortrag teilnehmen. Wir mussten den Jungen mit 2 Personen stützend in den Versammlungsraum reinführen. Ich sprach vorher noch mit Frau Thomsen u. sagte ihr, dass wir sehr in Sorge wären um den Jungen. Prau Thomsen sagte mir, Sie dürfen sich keine Sorgen machen. Sorgen stehen der Heilung im Wege. Ihr Kind ist jetzt doch in besten Händen, nun, wo Herr Gröning selbst hier ist. Glauben Sie nur an die Gesundheit Ihres Jungen. Wie wir uns dann auf Sie einstellten, gingen die Schmerzen aus den Beinen weg u. die Füße wurden warm. Zu Hause angekommen, konnte er ohne Hilfe sich frei bewegen. Alle Lähmungserscheinungen waren sofort verschwunden u. fühlt sich seitdem sehr wohl. Wir konnten es erst gar nicht glauben, dass die Gesundheit so schnell zurückgekehrt war u. sind Ihnen, lieber Herr Gröning, aus tiefstem Herzen dankbar.

Ihre
Frau Gretchen Carstens
Ipernstedt

 

Quelle:
Archiv Bruno Gröning Stiftung