J. F.

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E., 17.5.1949
Heilungsbericht (eidesstattliche Erklärung)
Abschrift (PDF)


Hinweis
Die Schreibweise wurde an die Richtlinien der aktuellen Rechtschreibung angepasst. Eigen- und Ortsnamen wurden anonymisiert, liegen im Ursprungsdokument jedoch ausgeschrieben vor.


Es erscheint Herr J. F., geb. am xx.xx.16 in J., wohnhaft in E., H…straße 23 und erklärt an Eides statt:

Ich war buchstäblich vom Kopf bis zum Fuß krank. Seit meiner Kindheit litt ich an einem Augenzittern, das sich im Laufe der Jahre immer mehr verschlimmerte. Auf meinem rechten Ohr konnte ich nur noch zu 25 % hören, und durch das rechte Nasenloch bekam ich keine Luft.

Ferner litt ich an unsagbar schweren Kopfschmerzen und seit 3-4 Jahren an einer Herzschwäche sowie an Magen- und Darmdrücken. In meiner rechten Schulter hatte ich seit meiner Dienstzeit ein ständiges Stechen und in meinen Armen ein ständiges Muskelzerren. Kaum war ich in der Lage, etwas zu heben. Auch meine Knie und Füße schmerzten oft. Die Brust war fast immer so gedrückt, als ob ich einen Stein darauf liegen hätte. Ich war deshalb fast immer in ärztlicher Behandlung.

Im Oktober 1947 wurde ich punktiert, um festzustellen, ob eine Heilung meiner Augenkrankheit möglich sei. Jedoch wurde mir danach von dem behandelnden Nervenarzt in B. erklärt, dass ich mit meiner Besserung nicht zu rechnen brauche.

Nach der Punktierung erhielt ich derart große Kopfschmerzen, dass ich drei volle Monate (von Oktober 1947 bis Januar 1948; das Bett hüten musste. Noch vom 12. April bis zum 6. Mai musste ich meine Arbeit aussetzen, weil ich so schwindelig, schwach und elend war, dass ich kaum aus dem Bett kam.

Am 6. Mai 1949 war ich beim Vertrauensarzt in B., wo ich von den anderen Patienten von Herrn Gröning hörte. In der Nacht zum Sonntag konnte ich Herrn Gröning in der Wohnung am Wilhelmsplatz besuchen. Ich brauchte nichts zu sagen, was mir fehlte, denn Herr Gröning zählte mir alle meine Krankheiten auf. Er unterhielt sich mit mir und bat mich, am Montag wiederzukommen.

Heute kann ich berichten, dass es mir bedeutend besser geht. Der Kopfschmerz ist so gut wie verschwunden. Das Flimmern ist seit meinem Besuch bei Herrn Gröning ebenfalls weg. Auch haben meine Muskelzerrungen bedeutend nachgelassen. So schwach wie früher bin ich auch nicht mehr. Die Beine sind bedeutend leichter geworden. Auch kann ich wieder Luft durch mein rechtes Nasenloch holen. Das Hören auf dem rechten Ohr ist wieder normal, und der Druck ist von der Brust genommen.

Herford, den 17.5.49


Quelle:
Archiv Bruno Gröning Stiftung