Protokoll der Zusammenkunft der Gröning-Freunde im Gasthaus "Zum Kronprinzen" am Pferdemarkt

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Hameln, 22.11.1957
Abschrift (PDF)

Vorbemerkung

Für Freitag, den 22. November 1957, hatte die Ortsgemeinschaft Hameln des Gröning-Bundes den Zeichensaal der Hermannschule angemietet, wo Bruno Gröning einen Glaubensvortrag halten sollte. Drei Tage zuvor, am Dienstag, dem 19.11.1957, wurde Fritz Kunze, Leiter der Ortsgemeinschaft Hameln, eine vom Oberstadtdirektor unterzeichnete ordnungsbehördliche Verfügung zugestellt, in welcher die Durchführung der geplanten Veranstaltung in der Hermannschule oder irgendwo anders in der Stadt Hameln untersagt wurde. Die Begründung: Das Abhalten eines Vortrags von Bruno Gröning sei mit der Ausübung der Heilkunde ohne Genehmigung gleichzusetzen, was einen Verstoß gegen das Heilpraktikergesetz vom 17.2.1939 darstellen würde. Bruno Gröning, der sich Ende November 1957 auf einer Vortragsreise durch Niedersachsen befand, blieb daraufhin am 22.11. Hameln fern und hielt sich im 20 Kilometer entfernten Springe bei dem befreundeten Ehepaar Hasse auf. Währenddessen traf sich die Ortsgemeinschaft Hameln im Gasthaus "Zum Kronprinzen" am Pferdemarkt in Hameln. Das stenografisch festgehaltene Protokoll dieser Veranstaltung wird hier wiedergegeben.

Hinweis

Die Schreibweise wurde an die Richtlinien der aktuellen Rechtschreibung angepasst.


 

Fritz Kunze: Liebe junge Freunde, liebe alte Freunde!

Ich danke Ihnen, dass Sie unserer Einladung in so reicher Zahl gefolgt sind. Bei dem Wetter hätte ich dies nicht für möglich gehalten. Sie sind unserer Einladung mit großen Erwartungen gefolgt. Leider müssen wir Ihnen eine Enttäuschung bereiten und auch wieder nicht, denn unser Freund, der an diesem heutigen Abend nicht persönlich bei uns sein kann, weilt doch unter uns. Ich kann Ihnen die Versicherung geben, dass er doch bei uns ist, und wenn Sie aufmerksam Ihren Körper beobachten, alle bösen und schlechten Gedanken und Sorgen ausschalten – vor allen Dingen die Sorgen und die Gedanken um Ihre Krankheit ausschalten –, dann werden Sie an Ihrem Körper etwas beobachtet haben. Dazu möchte ich ferner sagen, wenn Sie sich empfangsbereit machen im Inneren – wenn Sie überhaupt noch für alles Gute und Schöne und Liebe Empfänger sind –, dann werden Sie heute Abend viel mit nach Hause nehmen, was Ihnen sicher nützen wird; aber nur dann, wenn Sie in Zukunft keinen bösen Gedanken mehr aufnehmen. Wehren Sie ab, sträuben Sie sich dagegen, so wie Sie sich gegen eine Gefahr sträuben, aber trotzdem brauchen Sie keine Angst zu haben; es passiert Ihnen nichts. Es könnte nur sein, dass gelegentlich bei dem einen oder anderen eine Regelung im Körper vor sich geht, die Ihnen unbekannt erscheinen wird. Es können dabei Schmerzen auftreten, die Ihnen vorher nicht bekannt geworden sind; dann brauchen Sie erst recht nicht ängstlich zu werden. Das ist ein natürlicher Vorgang in Ihrem Körper, der Ihnen anzeigt, dass Sie nunmehr der Gesundung entgegengehen. Also, ich sagte schon: Haben Sie keine Angst; laufen Sie nicht gleich wieder zum Arzt, nehmen Sie keine Pillen ein! Es verbietet Ihnen niemand etwas. Sie haben Ihren freien Willen; Sie können selbst verfügen, so wie Sie es für richtig halten. Wenn ich Ihnen nun eine Erklärung dafür gebe – und die sind wir Ihnen schuldig –, dann haben Sie Verständnis dafür, dass unser Freund heute nicht hier zugegen sein kann.

Am Dienstagnachmittag erlebten wir die erste Überraschung. Wir haben beim Schulamt der Stadt Hameln, wie schon wiederholt, so auch diesmal, den Zeichensaal für den Vortrag angefordert. Wir erhielten den ablehnenden Bescheid, dass der Raum nicht zur Verfügung gestellt werden könnte, weil der Vortrag genehmigungspflichtig wäre durch das Gesundheitsamt. Wir mussten ja nun handeln, und am nächsten Tag schon setzte ich mich mit meinem Freund Gabbert auf den Zug und fuhr nach Oeynhausen. Dort haben wir Herrn Gröning auch getroffen. Ich persönlich habe nicht einmal die Möglichkeit gehabt, ihm die Hand zu drücken. Unser Freund Gabbert blieb noch da. Er hat noch mit ihm verhandelt und mit anderen Freunden gesprochen, und so trafen wir uns erst am nächsten Tag wieder. Wir mussten uns nun hüten, dass wir einen anderen Raum zur Verfügung hatten. Es war keine Möglichkeit mehr vorhanden, allen Freunden abzuschreiben. Wir waren noch auf dem Wege der Raumbeschaffung, da hatte man meiner Frau während meiner Abwesenheit folgenden Bescheid zugestellt.

(Fritz Kunze verliest das Schreiben der Stadt Hameln.)

Die Menschen, die dieses angeordnet haben, haben Bruno Gröning nie erlebt, und wer Bruno Gröning nicht erlebt hat, kann nicht urteilen. Wir jedenfalls sprechen diesen Herren jede Urteilskraft ab, ihn so zu beurteilen; denn weiter ist es nichts. Sie maßen sich das Recht an, was sich allenfalls ein bestellter Richter anmaßen kann. Hier maßen sich Leute, die vielleicht etwas von Rechtskunde verstehen, aber diesen Fall von sich aus beurteilen zu können glauben. [sic!] Es wäre zwecklos, wenn wir uns darüber noch lange unterhalten wollten. Wir wollen uns nur mit guten Gedanken abgeben und befassen, denn Sie erwarten alle nur etwas Gutes; nämlich nur Ihre Ordnung in Ihrem Körper. Das ist verständlich; das ging uns auch einmal so. Heute ist es unser Herzenswunsch.

Ich erteile nun unserem Freund aus der Nachbargemeinschaft Springe das Wort.

Hermann Kastorf: Meine lieben Freunde!

Zuerst möchte ich Ihnen allen herzliche Grüße von unserem großen Freund Bruno Gröning mitteilen, und er lässt sagen, dass er heute hier nicht erscheint, weil er feige ist, sondern dass er dem Gesetz nicht widerstreben will und deshalb heute schön artig zu Hause bleibt. Meine lieben Freunde, ich habe gestern Abend schon bei unserem Gemeinschaftsabend gesagt: Ich bin noch nie mit so wundem Herzen dorthin gegangen wie gestern, und, meine lieben Freunde, wenn ich überlege, was unser Freund Bruno Gröning hat müssen im letzten halben Jahr alles durchstehen, meine lieben Freunde, dann bin ich überzeugt, dass Menschen, die zu den gewöhnlich Sterblichen zählen, dieses nicht hätten ertragen können, und ich kann mir vorstellen, dass, wenn Bruno Gröning nicht mit aller Liebe und mit allem Ehrgeiz bei uns wäre, er uns längst den Rücken gekehrt hätte. Aber das macht Bruno Gröning nicht. Bruno Gröning als solcher holt seine Kraft aus einer übersinnlichen Welt; darüber müssen wir uns einig sein. Wir wollen aber auch nicht verkennen, dass Bruno Gröning hier bei uns einen ganz gewissen Auftrag zu erledigen hat, und zwar den schönen, den guten und damit göttlichen Auftrag, und, meine lieben Freunde, wer wollte ihm da irgendetwas verwehren? Er will ja nur, dass wir uns vom Bösen lösen und es ablehnen und dem Göttlichen nachgehen, und, meine lieben Freunde, es ist ja heute so: Wir haben ja nicht nur Theologen um Bruno Gröning; wir haben Professoren und was weiß ich um unseren großen Freund, die mehr wissen, als die gewöhnlich Sterblichen. Ich erinnere da an Professor Loy aus der österreichischen und italienischen Gemeinschaft. Ich erinnere an Herrn Professor Gutbrod, den Erbauer der Liederhalle in Stuttgart. Wenn diese Menschen nicht so hundertprozentig von unserem Freund Bruno Gröning überzeugt wären, wenn wirklich Bruno Grönings Vorträge verboten werden müssten, dann hätten diese Menschen längst alle den Rücken gekehrt. Das aber haben diese Menschen nicht gemacht. Diese stehen heute in Freud und Leid mit uns zu unserem großen Freund Bruno Gröning.

Es mag den einen oder anderen eigenartig berührt haben; aber dass so etwas wieder mal kam, darüber war ich mir schon lange klar. Nur habe ich nicht gewusst, dass sie in Hameln die Ersten waren. Aber dessen ungeachtet: Wir sind diesen Menschen nicht böse, im Gegenteil; die uns solche Verfügung schicken, tun auch nur ihre Pflicht in Erfüllung ihrer Paragrafen, und Bruno Gröning sagte gestern noch zu mir: „Man darf diesen Menschen nicht böse sein.“ Und auch Sie und die Gemeinschaftsleitung, seien Sie diesen Menschen nicht böse; diese Menschen haben gehandelt in Unkenntnis. Sie handeln wirklich in Unkenntnis, und ich wünsche allen diesen Menschen, einen schönen Vortrag von Bruno Gröning mitzuerleben. Wir wollen uns doch darüber im Klaren sein, wer wollte Bruno Gröning nicht mehr hören? Ich glaube, dass nicht ein Einziger da ist, der sagen würde: „Ich habe für Bruno Gröning nichts mehr übrig.“

Ich kann Ihnen nur das Eine sagen: Bruno Gröning ist mein größter Freund. Ich weiß, wer – und was ich ihm zu danken habe, und glauben Sie mir, meine lieben Freunde, ich habe auch über Bruno Gröning diesen schönen göttlichen Weg wiedergefunden und kann nur sagen: Möchten nur alle Menschen diese Erkenntnis in sich wahrhaben wollen. Wollen wir doch ehrlich genug sein. Wir haben schon Religion gelernt in der Schule. Wir kamen aus der Schule und kamen in das reifere Alter, und viele von uns haben sich nicht mehr die Gedanken gemacht um Gott, wie wir es in der Schule gelernt haben. Wenn wir ehrlich sein wollen, müssen wir sagen: Das stimmt. Ich weiß aber und ich habe es selbst erleben dürfen, dass Bruno Gröning mit aller Menschenliebe und aller Leidenschaft dabei ist, den Menschen den schönen, göttlichen Weg zu zeigen, und er will auf diesem Wege vorangehen und uns Wegweiser sein, und er erwartet von uns, dass wir ihm folgen und so will ich am Schluss meines Vortrages sagen: So nimm denn meine Hände und führe mich!

Meine lieben Freunde, wir dürfen vor allen Dingen unseren Freund Bruno Gröning nicht im Stich lassen. Ich weiß, dass er für uns manches nicht nur getan hat, sondern noch tun wird, und ich habe die Überzeugung, dass wir mit unserem Freund Bruno Gröning noch schöne Stunden verleben dürfen.

In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen noch einmal eines sagen: Aus unserer Gemeinschaft waren jetzt einige zur Bundesversammlung in Plochingen, und wie man dann abends mit Bruno Gröning zusammen war, war da auch ein Herr Körner, der ein Zigarren- und Tabakgeschäft besitzt und ihm auch vorstehen muss. Aber wenn es ihm möglich ist, dann ist er täglicher Gast bei Bruno Gröning. Diesem Herrn Körner hat man gesagt: „Sie müssen sich damit abfinden. Herr Gröning kommt mit uns zum Deister. Wir bauen ihm dort ein Wohnhaus, und er bleibt bei uns.“

Da hätten Sie diesen Herrn Körner hören sollen. Er ist dankbar, dass er auf den Weg gekommen ist, der auch ihn zum Heil führt. Es ist gerade in der Jetztzeit wichtig, dass wir Bruno Gröning in keiner Weise im Stich lassen, und wenn wir – wie hier das Stadtamt Hameln etwas schreibt – auch in anderen Gemeinschaften so etwas zugeschickt bekommen; ja, Schwierigkeiten sind dazu da, dass man nicht vor ihnen kapituliert, sondern dass man sie überwindet, und wenn jetzt die ordnungsbehördliche Verfügung aufgrund der §§ 1, 3, 4 und 9 der Polizeiverordnung über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens von 1941 etwas sagt, ja, meine lieben Freunde, wir machen keine Werbung; wir werben nicht.

Bruno Gröning ist nicht menschenhörig. Bruno Gröning hat einen ganz besonderen Auftrag, und nur dem ist er hörig. Ich kann mir vorstellen, dass Menschen wie diese, die uns solch ein Schreiben schicken, es niemals begreifen können, wenn wir ihnen von Bruno Gröning erzählen würden, weil sie nicht wissen, wer Bruno Gröning ist. Ich wünsche diesen Herren nur einen schönen Vortrag und ich weiß, dass am Ende des Vortrages auch diese Menschen sagen: „Wir sind dabei.“

Was diese Menschen da geschrieben haben, haben sie ja nicht aus Überzeugung geschrieben, aber sie würden einem schönen Vortrag gar nicht widerstehen können, und sie werden erkennen müssen, dass Bruno Gröning nichts weiter will, als die Menschen vom Bösen abzuhalten und Menschen auf das Gute auszurichten und damit zu ihrem Gott zurückführen will. Es wird der eine oder andere sagen: Das ist alles ganz schön, aber ich tue doch auch meine Pflicht. Ich gehe zur Kirche, ich bete und das Beten ist doch auch nicht fremd bei uns im Hause.

Ja, es kommt immer darauf an, wie man es macht, und ich weiß, ein inniges Gebet kann und wird nicht überhört werden. Wir dürfen nur nicht glauben, dass wir nun über jedes Gebet nun auch zu dem kommen, was wir gerne erreichen möchten. Bei dem einen oder anderen dauert es länger. Es hat schon Menschen gegeben, die mit ihren ganzen Gedanken vor Bruno Gröning gestanden haben, und Bruno Gröning hat gehört mit den geistigen Ohren. Diese Menschen haben abgeschaltet mit den anderen Gedanken und waren innig bei ihm und haben sich hundertprozentig gesagt: Ich bin gesund; mir fehlt doch nichts mehr.

So etwas kann kein anderer ermessen als der, der dies am eigenen Leibe erfahren hat, und so möchte ich Ihnen nochmals sagen, dass Sie doch den schönsten Beweis haben in Frau Teichmann hier in Hameln. Die Frau war doch 14 Jahre gelähmt. Sie kann seit Jahren laufen und läuft immer noch. Der behandelnde Arzt, Dr. Schmidt, hatte wörtlich gesagt: „Unsere Kraft war zu Ende. Es war eine Hilfe nur möglich über so etwas.“

Und wer zweifelt da noch? Wer zweifelt überhaupt an dem, was Bruno Gröning sagt? Ich kann Ihnen nur eins sagen: Glauben Sie an Bruno Gröning und seine Mission! Es ist das größte Werk, was überhaupt existiert, sein Lebenswerk!

Nachdem wir im Bundesvorstand einen Wechsel erhalten haben, darf ich Ihnen mitteilen, dass man in nächster Zeit sehr rührig sein wird da unten, wo sich der Vorstand jetzt befindet, und ich kann Ihnen verraten, dass man weiter nichts will als das Gute für die Menschen, und Bruno Gröning wird sich von niemand und von nichts von seiner Mission abhalten lassen. Und war es nicht schon einmal so, wo Menschen durch die Länder gingen und wo sie immer das Gute gesagt und gepredigt haben bis zu dem Tage, an dem sie ans Kreuz genagelt wurden? Ich bin ehrlich genug, zu sagen: Bruno Gröning wird nicht ans Kreuz genagelt; glauben Sie es mir! Glauben Sie aber auch nicht, dass Bruno Gröning ein Wunderdoktor wäre. Meine lieben Freunde, wer das glaubt, ist auf dem Irrweg!

Hat schon jemals einer von Ihnen erfahren, dass Bruno Gröning sich etwas erzählen ließ über Krankheit? Wenn davon jemand anfangen will, dann sagt Bruno Gröning: „Das ist nicht mein Gebiet.“ Wir haben es bei uns in der Gemeinschaft erlebt, und wie man nicht Vernunft annehmen wollte und immer wieder von Krankheit erzählte, sagte Bruno Gröning zu mir: „Machen Sie weiter; hier habe ich nichts mehr zu suchen.“

Bruno Gröning spricht nur von dem Guten und will mit dem Übel, was wir Krankheit nennen, nichts gemein haben. Rät Bruno Gröning nicht immer wieder: „Wer glaubt, dass er krank ist und behandelt werden will, der muss zum Arzt gehen. Er wird vom Arzt immer wieder beraten und wenn der Arzt etwas verschrieben hat, glauben Sie an dieses Mittel!“ Bruno Gröning sagt immer wieder: „Wenn Sie behandelt werden wollen, müssen Sie zu Ihrem Arzt gehen.“ Wer mit uns diesen schönen Weg gehen will, den uns Bruno Gröning weist, der soll mit uns gehen. Aber glaube niemand, er solle nicht zum Arzt gehen. Machen Sie aus Ihrem Bedürfnis keinen Hehl, und gehen Sie zum Arzt!

Es wäre aber falsch, wenn wir über ein solches Schreiben, wie wir es von der Stadt Hameln erhalten haben, rebellieren würden; das tun wir auch gar nicht. Es wird auch die Zeit kommen, wo sich dieses, was in diesem Schreiben steht, wieder einrenkt. Ich bin überzeugt, dass Bruno Gröning dieses Schreiben nicht unbeantwortet lassen wird, und ich denke, dass dies gar nicht mehr lange dauern wird, sondern innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Zeit geschehen wird.

Seit ich jetzt dem Hauptvorstand in Plochingen angehöre, glaube ich auch sagen zu können, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis wir ein eingetragener Verein sein werden. Das sind die Anfangsstufen für unseren Freund, und es muss und wird alles systematisch aber sicher auf den Weg geleitet, den Bruno Gröning zu gehen für richtig hält.

Glaube niemand, dass Bruno Gröning menschenhörig ist! Bruno Gröning ist nur für seinen Auftrag bestimmt, und diesen Auftrag wird er, solange sein Körper hier auf Erden weilt, bestimmt erledigen. Ich habe gestern Abend gesagt: „Ich wünsche nur eines, dass der Herrgott es wolle, dass Bruno Gröning uns noch lange erhalten bleibt, und glauben Sie, die Gemeinschaften werden noch viel größer sein, und so wird das große soziale Werk Bruno Grönings doch durchdringen, und ich weiß, dass Bruno Gröning nicht eher nachlassen wird, bis er seinen Auftrag erledigt hat. Er könnte ja ins Ausland fahren; das würde ihn mit vollen Armen aufnehmen. Wie Freund Professor Loy uns sagte: „Unterschätzen Sie ihn nicht; überschätzen können Sie ihn nicht. Das Ausland weiß, wer Bruno Gröning ist.“

Es wäre ihm ein Leichtes, diesen Weg ins Ausland anzutreten, und wir würden diesen großen Menschen für eine gewisse Zeit nicht mehr hören können. Aber er bleibt bei uns! Wenn er schon einmal nach Frankreich fährt, so tut er das seiner jungen Frau zuliebe, wenn er nach Österreich fährt, dann tut er das seinen Freunden in Österreich zuliebe und ich weiß, dass er noch vor Weihnachten bis Wien fährt. Ich darf Ihnen aber auch sagen, dass er am 7.12.1957 in unserer Heimat ist, und zwar bei der Adventsfeier auf der Deisterpforte und ich möchte sagen: Wer es irgend möglich machen kann, der versäume diese Feier mit unserem großen Freund Bruno Gröning nicht. Außerdem möchte ich Ihnen noch sagen: Wer Bruno Gröning in diesen Tagen sehen möchte, der begebe sich am 24.11. um 12.00 Uhr in unsere Kirche in Springe, und zwar wird seine Frau dort Pate bei dem Kindlein eines Gemeinschaftsmitgliedes; bei Familie Hasse.

Wer glaubt, dass er Bruno Gröning mit seinen leiblichen Augen in diesen Tagen sehen möchte, der sei am Sonntag in unserer Kirche in Springe. Sie werden nicht die Einzigen sein; glauben Sie es! Morgen werden wir in Linden sein bei der Gemeinschaft Evestorf, und ich kann mir vorstellen, dass auch morgen der Tag im Sinne und im Zeichen Bruno Grönings stehen wird. Unser Freund Severit ist kein unbeschriebenes Blatt und weiß solche Tage zu gestalten; er hat sich sehr schöne Räume ausgesucht bei Rackebrandt, und ich muss sagen, Bruno Gröning spricht morgen in Hannover; versäume niemand, der glaubt, einen Vortrag von Bruno Gröning beiwohnen zu wollen und müssen! Ich kann mir vorstellen, dass bei dem einen oder anderen finanzielle Schwierigkeiten auftreten könnten. Aber diese dürfen uns gerade bei diesen Vorträgen nicht zurückhalten.“

Ich möchte noch eines sagen: In diesem Schreiben der Stadt Hameln schreibt man auf der zweiten Seite unter anderem: „Die aufschiebende Wirkung …“

(Hermann Kastorf liest vor.)

Meine lieben Freunde, dies besagt genau das Gegenteil von dem, was auf der ersten Seite dieser Verfügung zu lesen steht. Aber bitte seien Sie diesen Menschen nicht böse! Die erfüllen ja auch nur ihre Pflicht.

Bruno Gröning hat es nicht nötig, sich alleine mit den Behörden herumzuschlagen; zwar sagte kurz vor der Bundesversammlung ein Mitglied des alten Vorstandes: „Wenn Bruno Gröning Prozesse führt, so muss er diese auch selbst bezahlen.“

Diesen Herrn haben wir gefragt, wer und was denn der Bund sei. Wir haben ihm gesagt: „Der Bund sind wir, und wenn wir die Überzeugung haben, dass wir der Bund sind, dann weiß ich, dass es um unseren Freund Bruno Gröning nicht schlecht bestellt ist, denn dann braucht sich Bruno Gröning nicht alleine mit den Behörden herumzuschlagen, und gerade an seinen Gemeinschaften in Niedersachsen hängt Bruno Gröning. Das sind die Menschen von echtem Schrot und Korn. Hierbei wollen wir nicht vergessen Frau Thomsen mit ihren vielen treuen Gemeinschaftsmitgliedern in Holstein. Frau Thomsen wird auch am 7.12.1957 bei unserer Weihnachtsfeier mit dabei sein. Man hat Frau Thomsen gehöhnt, dass sie eine „Jüngerin“ von Bruno Gröning sei. Sie geniert sich nicht, auch eine Jüngerin von Bruno Gröning zu sein.“

Aber glaube niemand – und die Herren der Behörde auch nicht –, dass Bruno Gröning aus Feigheit heute nicht hier ist. Bruno Gröning ist die Anständigkeit selber. Nur aus angeborenem Anstand zu den Paragrafen ist er heute nicht gekommen und ich bin überzeugt, dass man auch in der Hermannschule heute schon gefragt hat: „Wo mögen Sie jetzt sein?“

Ich habe aber auch die Überzeugung, dass diese Menschen, die jetzt so ablehnend sind, noch unsere besten Mitarbeiter werden. Diese Art Mitarbeiter haben wir schon sehr viele.

Bruno Gröning wird sich in keiner Weise drohen lassen; das hat er gar nicht nötig. Glauben Sie mir, Bruno Gröning weiß auch im Bürgerlichen Gesetzbuch Bescheid, und war es nicht so beim letzten Prozess, dass er manchmal Rechtsanwalt seines Rechtsanwaltes war? Und wenn auch schon Menschen Bruno Gröning den Rücken gekehrt haben; viele sind hinzugekommen, und es werden auch immer viele Menschen sein, die für ihn sind, und doch glaube ich, dass wir gerade in den kleinen Gemeinschaften am besten uns mit dem Gedankengut von Bruno Gröning beschäftigen können.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Bruno Gröning den richtigen Weg findet und auch hier den richtigen Weg finden wird, um solch ein Schreiben, wie dieses hier, zu beantworten und dass er es beantwortet – ich sagte es vorhin schon – davon bin ich überzeugt. Glauben Sie nicht, dass Bruno Gröning auf dem juristischen Gebiet nicht Bescheid wüsste; ich sage Ihnen, er weiß besser als mancher Rechtsanwalt Bescheid, und so glaube ich, dass Bruno Gröning auch all diesem Unheilvollen widerstehen wird, und eines Tages, wenn es soweit sein wird, sagen wird: „Ich bin euch nicht böse, denn Ihr habt es nicht besser gewusst.“

Und ich möchte nun mit kurzen Worten schließen; mit den Worten, die ich gestern Abend in Springe schon sagte: „Und wenn die Welt voll Teufel wäre und wollt‘ uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr; es wird uns doch gelingen!“

Ich möchte Ihnen, meine lieben Freunde, doch noch einen ganz kleinen Erfolgsbericht vorlesen; er ist gestern angekommen, und wie ihn Bruno Gröning heute gelesen hat, da habe ich erfahren, wie sichtlich erfreut Bruno war.

(Hermann Kastorf liest den Erfolgsbericht vor.)

Dieser Bericht, meine lieben Freunde, ist nicht der einzige. Davon liegen viele beim Gericht in München; die hat Herr Gröning selbst dem Gericht in München übergeben, und aus diesen Berichten geht deutlich hervor, dass diese Erfolge aus den einzelnen Ortsgemeinschaften nichts mit Heilpraxis zu tun haben; in keiner Weise! Glaube niemand, dass Bruno Gröning sich nicht bemüht, mit dem Gesetz nicht anecken zu wollen. Dieses drängt man ihm auf, sodass er hier und dort mit dem Gummigesetz aneckt. Möge man bald zu der Einsicht kommen und dieses Gesetz abändern oder abschaffen, sodass es bald nicht mehr da ist.

Fritz Kunze: Aus einem vierstündigen Gespräch, was ich mit unserem Freund führte, konnte jedermann entnehmen, dass Bruno Gröning keine Sprechstunden abhält. Es kommt häufig vor, dass die Menschen Bruno Gröning sprechen möchten; das geht nicht. Wenn von 90 oder 100 oder mehr Menschen jeder einzelne Bruno Gröning sprechen wollte, und die meisten wollen dann noch ihre Krankheitsgeschichte erzählen; was würde daraus werden? Wäre wohl dann noch einer in der Lage, das zu tun, worauf es ankommt?

Seinen Körper beobachten! – Ich glaube nicht. Deshalb richte ich besonders an die neuen Freunde das Wort: Bringen Sie die richtige Haltung mit! Sie, die von auswärts kommen und auch aus Hameln, die noch niemals an einem Gemeinschaftsabend teilgenommen haben, können nicht wissen, welche Haltung Sie während des Vortrages und an den Gemeinschaftsabenden einnehmen sollen. Es ist wichtig, die richtige Körperhaltung einzunehmen, um den Strom aufnehmen zu können. Wir sollen uns gelockert hinsetzen, die Arme offen auf die Oberschenkel legen; dann – was ich auch schon vorher sagte – die Gedanken an Krankheit vollkommen abschalten; sich durch nichts beeinflussen lassen; weder von links noch von rechts, auch nicht hinsehen und auch nicht umdrehen, auch nicht die Füße unter den Stuhl schieben, wie wenn Sie keine Füße hätten, die Arme nicht überschlagen und noch viel weniger die Knie überschlagen. Wenn Sie schon einmal nachgedacht haben, was Sie für einen Zustand heraufbeschwören, wenn Sie Ihre Knie übereinander legen. Viele haben schon festgestellt von uns: „Was ist nun los!“

Ja, was war geschehen? Haben Sie schon einmal überlegt, dass Sie den Blutkreislauf unterbunden haben? Dann ist der Fuß eingeschlafen. Sie haben Verkrampfung heraufbeschworen durch Ihr unrichtiges Verhalten. Es hat schon seinen Grund, die richtige Körperhaltung einzunehmen.

Sie wollen doch gesund werden. Ich nehme an, dass das Ihr Herzenswunsch ist. Dann müssen Sie aber auch das tun, was erforderlich ist, um Ihr Ziel zu erreichen. Es ist eine Tragik der Menschheit, dass die Menschen immer das tun, was sie nicht zum Guten, sondern zum Bösen führt. Liebe Freunde, seien wir uns wieder einmal ganz klar, wenn wir jetzt einen Schaden an unserem Körper oder an anderen Körpern feststellen, was denken wir dann zuerst?

„Wo habe ich mir das bloß geholt? Wer ist daran schuld? Ich habe mich doch immer gut verhalten!“ Aber daran, dass Sie selbst die Ursache zu Ihrer Krankheit gelegt haben, darüber haben Sie nicht nachgedacht.

Denken wir an unsere Kindheit! Wir haben nasse Füße gekriegt, sind nass geworden, nasse Füße bekommen. Wir haben gar nicht daran gedacht, nach Hause zu gehen. Bitte, ich bekenne offen, ich habe diesen Fehler in meiner Jugend auch begangen, habe dann ein Gelenkrheuma bekommen, und der [sic!] war nicht von Pappe. Denken Sie einmal nach, ob Sie nicht solche Fehler auch in Ihrer Jugend gemacht haben und dass Sie selbst diese Unordnung in Ihrem Körper geschafft haben. Bitte, liebe Freunde, ich mache Ihnen nichts vor, ich weiß genau, wenn ich jetzt fragen würde, ich will nicht fragen, Bruno Gröning würde alle fragen, alle, wenn er hier wäre. Auf dieses Gebiet kommt er sehr oft und fragt den einen oder anderen. Er will doch nur uns belehren; er will uns auf diese Fehler aufmerksam machen. Er will uns veranlassen, dass wir uns mit diesen Unterlassungen, die uns diesen Schaden zufügten, befassen. Wir sind einmal auf diese Welt gekommen mit einem gesunden Körper; von wenigen Ausnahmen abgesehen, die es ja gibt, dass Kinder schon ungesund auf die Welt kommen. Aber auch denen kann geholfen werden, wenn die Angehörigen volles Gottvertrauen haben und sich nicht immer mit den Sorgen beschäftigen. Dadurch, dass sie sich fortlaufend mit dem Kind beschäftigen – mit dem kranken Kind beschäftigen –, halten sie ja buchstäblich das Böse fest. Schieben Sie dies doch ab; haben Sie Vertrauen; stellen Sie alles unter Gott und Ihr Kindlein kann gesund werden. Das wollen wir alle beherzigen, die wir alle mehr oder weniger mit dem Übel behaftet sind. Wehren wir das Böse ab; nehmen wir nur das Gute auf, denn nur das Gute kann uns helfen; kann uns zum Heil führen.

Unser Freund ist manchmal so traurig darüber, wenn er es uns so deutlich und verständlich erklärt und doch immer wieder erleben muss: Der Mensch handelt nicht danach. Er nimmt immer wieder das Böse an oder handelt so böse. Es ist so leicht und für uns doch nur das Gute, was er uns lehrt, was uns zum Erfolg führen kann, und wir, aber natürlich, wir müssen den festen Willen aufbringen, unsere Gesundheit, unsere Ordnung in unserem Körper wiederherzustellen; das ist eine so schöne Aufgabe. Wenn wir das Ziel unbeirrt verfolgen, glauben Sie, dass wir das Ziel auch einmal erreichen werden! Ich glaube, darüber ist sich niemand im Zweifel, aber es gehört eine eiserne Willenskraft dazu, und unser Freund lehrt uns und beweist uns doch durch seine ganze Lebensweise und Handlungsweise, dass er konsequent mit seinem eisernen Willen seinem Ziel entgegengeht. Ich kann mir nur wenige Menschen vorstellen, die mir ja auch bekannt sind, die so edelmütig handeln und hilfsbereit sind für alle leidenden Menschen und mit einer solchen Güte jedem Menschen gegenübertreten, wie Bruno Gröning.

„Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!“

Wenn wir jetzt eine kleine Pause machen wollen, dann möchte ich Sie bitten, diese Gelegenheit auszunutzen für einen Gedankenaustausch untereinander, oder wenn Sie auch Fragen zu stellen haben, dann sind wir gerne bereit, diese Fragen zu beantworten.

Hermann Kastorf: Nie den Blick nach hinten; immer nach vorne! Bruno Gröning sagt immer: „Glauben wir doch an Gott und seine Allmacht und glauben wir doch, dass dort oben der große Arzt uns helfen kann.“

Meine lieben Freunde, ich möchte Ihnen aus der Nachbargemeinschaft etwas sagen, und zwar aus Gohfeld bei Bad Oeynhausen. Der Frau des dortigen Gemeinschaftsleiters war nicht mehr zu helfen. Die Frau war ans Krankenbett gebunden. Es war überhaupt nicht mehr möglich, ihr Hilfe zuteil werden zu lassen. Unser Freund Schomburg sagte mir: „Ich habe Wochen und Monate hinter mir gehabt, wo ich zuletzt nicht mehr gewusst habe, was ist denn nun noch recht, und eines guten Tages waren meine Frau und ich so weit, dass wir uns einig waren, beide aus dem Leben zu gehen.“

[Zwei Seiten der Abschrift fehlen]

... nicht gehindert, das aufzunehmen, was unser Freund uns zugedacht hat. Wenn Sie beherzigt haben, alle Ihre Sorgen um Ihre Krankheit und um Ihre Unordnung in Ihrem Körper abzuschalten, dann müssen Sie etwas verspürt haben. Ich bin fest überzeugt, dass Sie auch etwas verspürt haben, wenn Sie genügend aufmerksam gewesen sind, sich nicht selbst abgelenkt haben oder haben ablenken lassen. Es ist nicht meine Art zu fragen; das überlassen wir unserem Freund: „Wie fühlen Sie sich?“ Das überlassen wir unserem Freund! Und wenn Sie nach Hause kommen und sich zur Nachtruhe begeben, werden Sie noch mehr feststellen; das ist mein fester Glaube.

Vergessen Sie bitte aber nicht, dankbar zu sein, auch wenn wir unseren Freund nicht in der Mitte haben. Er war trotzdem bei uns mit seiner ganzen Kraft, weil er nur das Gute für uns alle Menschen, nicht nur für den Einzelnen will. Hüten Sie sich davor, von Bruno Gröning etwas zu verlangen. Verlangen Sie überhaupt nichts. Man kann wohl etwas erbitten und dann etwas erlangen; erlangen, aber nicht verlangen.

Haben wir Geduld, liebe Freunde! Wir haben über ein Vierteljahr gewartet. Wenn er nicht so furchtbar belastet gewesen wäre durch den Prozess und wenn er nicht so überlastet gewesen wäre durch die Artikelserie im „Neuen Blatt“, dann wäre er schon wieder einmal bei uns gewesen, und trotzdem hat er uns nicht vergessen. Seine persönliche Anwesenheit ist nicht erforderlich. Wenn Sie Ihren Freund bitten für Ihren Angehörigen; er hört es und ist auch dabei; aber Sie selbst müssen glauben, dass geholfen werden kann. Wenn Sie nicht glauben, dann ist es schon vorbei; dann ist es nicht mehr möglich, dass das geschieht, was geschehen sollte. Denken Sie einmal aufmerksam über alles nach, und gehen Sie nicht heim jetzt und machen sich keine Gedanken mehr über das, was Sie gehört haben. Wir haben Ihnen etwas vermittelt, was unser Freund uns mitgegeben hat, damit Sie es in sich aufnehmen und verarbeiten sollen, dass Sie die Lehre daraus ziehen, wie wir, die wir schon länger mit unserem Freund zusammen sind. Und machen Fehler. Wir müssen immer bemüht sein, Fehler zu vermeiden. Wir müssen daraus lernen; es ist doch nicht so schwer. Wenn wir das Gute tun sollen, tun müssen und unterlassen es, dann ist das eine Unterlassungssünde, die uns Schaden bringt. Ein kurzes Beispiel: Wenn Sie jetzt Ihrem Körper nicht die Nahrung zuführen, dann verkümmert er. Aber da sind Sie wachsam; da trinken Sie und essen; aber wenn Sie für das seelische Wohl etwas tun sollen, dann werden Sie nachlässig; dann werden Sie bequem. Liebe Freunde, machen Sie sich und halten Sie sich stets empfangsbereit, das Gute aufzunehmen, das Sie suchen. Das werden Sie dann bald feststellen in oder an Ihrem Körper, und dann vergessen Sie aber nicht, dankbar zu sein, und zwar nicht nur dankbar dem Menschen, sondern dankbar Gott gegenüber. Unser Freund lehnt jeden Dank von vornherein ab mit den Worten: „Danken Sie nicht mir, sondern danken Sie dem da oben!“

Und damit möchte ich für heute Abend schließen. Aber ich möchte doch noch zum Schluss darauf hinweisen, dass wir morgen in 14 Tagen unsere Weihnachtsfeier haben auf der Deisterpforte. Ich möchte Sie alle bitten, die jungen und die alten Freunde, die Einheimischen und die Auswärtigen, wenn Sie daran teilnehmen wollen, geben Sie uns bis nächsten Mittwoch Nachricht! Wir müssen doch wissen, wie viele Personen teilnehmen wollen. Außerdem müssen wir die Anzahl der Kinder wissen, wenn Kinder mitgebracht werden zur Feier. Wir müssen das unbedingt haben, da die Kinder dieses Jahr beschert werden sollen durch den Knecht Ruprecht.

(Weiter gibt Herr Kunze noch Einzelheiten über die Abfahrt des Busses bekannt und ermahnt die Freunde, ja recht pünktlich zu sein, damit keine Störungen entstehen. Er spricht noch wegen der Weihnachtsspenden usw.).

Gegen 20.30 Uhr wurde die Versammlung geschlossen.

Quelle:
Archiv Bruno Gröning Stiftung