Unaufhörlich fließende Heilkraft

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-ud, 1960
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Kurz nach der Heimkehr Bruno Grönings in das Lichtreich, aus dem er einst gekommen war, besuchten wir Frau Josette Gröning in ihrem Heim (das heute nicht mehr besteht).

Am Eingang der Diele schaute uns ein lebensnahes Porträt des Verstorbenen an, und wir fühlten sofort ein eigenartiges Fluidum im gesamten Raum; eine Schwingung, die unseren Mund verschloss – aber das Innere öffnete für all das, was im Unsichtbaren geschah.

Es geschah sehr viel!

Wohl dem, der Augen hat zu sehen – innere Augen!

Man darf nicht darüber sprechen. Es könnten sonst wieder falsche Gerüchte entstehen; das gefräßige Medusenhaupt der Presse könnte wieder neue Nahrung bekommen, die sich in seinem Rachen in giftige Bestandteile umwandeln würde … Aber wir durften die Schwingung aufnehmen!

Und wir fühlten mehr als in irgendeiner anderen Wohnung, viel mehr!

Da standen wir vor seinem Sessel. Alles befand sich noch so, wie es zu Lebzeiten immer gewesen war. Eine blaue Jacke Grönings hing wie zufällig über der Lehne, auf dem kleinen Tischchen daneben lag die Brille, die Uhr und eine goldene Kette mit einem kleinen Kreuz, das er stets bei sich getragen hatte. Ein kleines Kreuz – neben einem unsichtbaren großen Kreuz, das auf seinen Schultern ruhte – das schwere Kreuz der vielen Krankheiten der Menschen, an dessen Balken noch zusätzlich die Bleigewichte der Verfolgung, Lächerlichmachung und Herabziehung durch eine gesteuerte Presse, der Anklagen sowie der gehässigen Machenschaften seiner ärztlichen und anders gearteten Gegner hingen.

Ein schwarzes Band hatte Frau Josette Gröning über den Sessel gespannt, zum Zeichen der Trauer und damit sich niemand in diesen Sessel setzen sollte.

Im Raum sah man Blumen in mehreren Vasen aufgestellt – sie waren nicht verwest, nicht verfault, seit vielen, vielen Wochen! Sie behielten einen Großteil ihrer Farbe, die Blütenblätter fielen nicht ab, sie fühlten sich fast wie Strohblumen an nach dem Eintrocknungsprozess – und dennoch brachten sie etwas Lebendiges zum Ausdruck! Das Wasser, in dem sie standen, war völlig klar und ohne Geruch!

Ein neues Wunder!

Und doch kein Wunder – denn es ist nur ein Beweis für den ständig weiter wirkenden Einstrahlungsbereich der göttlichen Heilkraft!

Wir hatten diesen Beweis später unzählige Male erlebt, als wir Frau Gröning noch oft besuchten. Dabei brachten wir stets selbst Blumen mit und wieder und wieder bestätigte sich dies vor unseren Augen; auch dann, als Frau Gröning nicht mehr in ihrer ehemaligen Wohnung in Plochingen-Stumpenhof lebte.

Ein schönes Beispiel für jene, die sagen, Bruno Gröning „existiere nicht mehr“, was sollen wir uns mit ihm noch beschäftigen! Dabei brauchten sie sich nur im unpersönlichen Sinne auf die Heilkraft, auf das wunderbare „ES“ einzustellen und sie würden wieder mit diesem guten Helfer in unmittelbaren Kontakt gelangen.

Es kommt also immer auf die innere Einstellung an, auf die undogmatische und nicht fanatisch ausgerichtete Haltung, in liebevoller Bereitschaft GOTTES Heilströme in sich aufzunehmen. Wer sich so innerlich aufschließt, wird immer den unmittelbaren Weg zu einem jenseitigen Freund und Helfer finden. Es wird dann heißen, dein Glaube hat dir geholfen!

Es könnten noch mehr Wunder geschehen an diesem Sessel, der „angesprochen“ ist von der göttlichen Heilkraft. Es geschähen Heilungen von vielen, vielen kranken Menschen!

Aber Bruno Gröning will keinen „Rummel“ mehr. Er hat den Menschen ja den Weg gezeigt, wie sie sich auch ohne ihn auf GOTT einstellen können. Der vorliegende Bericht ist ein Beweis dafür.

Später wird der Sessel neben anderen Dingen in einer Bruno-Gröning-Gedenkstätte stehen, die zu einem späteren Zeitpunkt errichtet werden soll.

PARACELSUS hat unter anderem in seinen Schriften darauf hingewiesen, dass man solche Strahlungsörter „reine Örter“ nennen muss, da ja das Lebenswasser, eben die geistig-seelische Strahlung, als Heilkraft von oben her ständig nachfließt, unaufhörlich, bis in alle Ewigkeit!

-ud

 

Quelle:
Josette Gröning (Hrsg.): Der geistig-seelische Heiler (Denkendorf bei Plochingen/Neckar 1960) Nr. 4, S. 53-54