Unterhaltung mit einem italienischen Geistlichen

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Bruno Gröning, 24.9.1949
Abschrift (PDF)

 

Hinweis
Dies ist die Abschrift eines auszugsweise stenografisch protokollierten Gesprächs, das Bruno Gröning am 24. September 1949 auf dem Traberhof bei Rosenheim mit einem italienischen Geistlichen geführt hat. Die Schreibweise wurde an die Richtlinien der aktuellen Rechtschreibung angepasst.

 

Italiener (I): Die Deutschen sind ein bisschen hart in der Beurteilung außergewöhnlicher Dinge. In Italien ist das nicht so.

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Prof. Bumcke1 äußerte zu Dr. Feurer vom Schweizer Konsulat: „Was der Gröning kann, das können wir schon seit 70 Jahren.“ Dann sollen sie es doch tun. Aber sie tun es nicht, weil sie es nicht können.

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Die Deutschen haben eine Wunderscheu. In Italien ist es besser, dort würden Sie auf den Händen getragen werden.

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Bitte meinen Namen noch nicht gebrauchen, bis in einem Jahr, dann bin ich Priester!

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Schreiben Sie alles mit, was ich sage? Behandeln Sie das aber bitte vorsichtig, wenigstens bis ich in Italien bin, damit ich hier nicht in Konflikt gerate. Denn die Geistlichen fürchte ich mehr als die Polizei.

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Gröning: (G): Fernheilung muss ich in Worten geben.

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Ich fürchte auch meine Gegner gar nicht.Ich tue ihnen auch nichts Schlechtes.

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Alle guten Dinge sind drei. Dreimal drei. Ich habe das von Jugend auf, das liegt in mir, ich kann nicht davon ab.

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Alles, was es auf dieser großen göttlichen Erde gibt, hat Einfluss auf den Menschen.

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Die Kraft hole ich mir dadurch, wenn ich einmal Zeit habe, und es glaubt mir kein Mensch, was für eine Sehnsucht ich nach Wasser habe. Lieber eine Woche nichts essen, aber einmal baden. Wald, Feld, Flur, Gebirge, dadurch bekomme ich die Kraft. Ich wirke wie ein Magnet, indem ich vom menschlichen Körper, ob männlich, weiblich, alt, jung, groß, klein, die Krankheit abnehme.

Ich wünsche mir manchmal am Tage ein paar Minuten Ruhe. Dann tue ich, als ob ich schlafe. Alkohol meide ich nach Möglichkeit ganz und gar. Aber wenn ich manchmal Schlaf haben will, dann brauche ich nur ein Schnäpschen zu trinken und schon betäubt es etwas.

Das menschliche Essen kommt mir so vor, als ob ich Papier oder Stoff in den Mund nehme und auskaue. Einen richtigen Geschmack finde ich nicht. Höchstens dann, wenn ich Obst oder Gemüse roh essen kann, dann merke ich den Geschmack am vollsten und am stärksten. Zur Zeit trinke ich viel Kaffee, aber er muss schon nach Kaffee schmecken, er kann nicht stark genug sein. Nikotin und Koffein macht mir nichts aus.

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Menschen in Indien sind auch mit Kraft beseelt. Das ist keine Eingebung, sondern Übung. Das ist etwas Fälschliches. Von hundert kommt einer durch und auch nur halb und halb. Die Menschen von unserer Erdseite glauben, was für große Sachen dort geleistet werden, Wenn sie von dort kommen und sehen mich, da staunen sie: Da kommen wir ja nicht mit.

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 1 Anmerkung der Bruno Gröning Stiftung: Geheimrat Prof. Dr. Oswald Bumke war Mitglied einer Münchener Ärztekommission, die Bruno Grönings Heilerfolge Mitte August 1949 aus medizinischer Sicht beurteilen sollte.


Quelle:
Archiv Bruno Gröning Stiftung